4/15/2009

Birthday Party




Ich werde also positive Emotionen dank Musik ausschütten anstatt Steine zu werfen...

Herzlichen Glückwunsch Smallville!

...Erst muss ich allerdings gesund werden. Ich eifere zur Zeit meinem doppelten Lottchen nach und kämpfe gegen kranke Nieren.
Où es-tu? Tu me manques!

4/07/2009

Die ersten Schritte sind wertlos,
wenn der Weg nicht zu Ende gegangen wird.


Parminder Singh

4/05/2009

transdisziplinär, multikulturell, dysfunktional

Dieses Wochenende: das internationale Kunstfestival EXIT im Maison des Arts in Creteil.

Besonders beeindruckt haben mich die Performance "Bleu Remix" von Yann Marussich und die moderne Tanzperformance "Hell on earth" der argentinischen Chorégraphin Constanza Macras, bevor der Abend der Labels Kill the dj begann.



In seiner mit Medizinern erarbeiteten Live Performance "Bleu Remix" sitzt Marussich regungslos in einem Glaskasten. Nach und nach treten seine blau gefärbten Körperflüssigkeiten aus – blaue Tränen, Flüssigkeit aus Mund und Nase und schließlich dringen kleine Tröfpchen aus allen seinen Hautporen – bis diese seinen Körper fast gänzlich bedecken.
Die musikalische Darstellung der Körpergeräusche Marussichs übernahm Dj Chloé an diesem Abend.

Yann Marussich ist ein Künstler, der seinen Körper in seinen Kunstperformances zu etwas Surrealen in den Augen der Betrachter macht. Der ehemalige Tänzer spielt mit den Themen Innen – Außen, Unbewusst – Bewusst.
Marussich lässt den Menschen ebenfalls zu einem Gegenstand in der heutigen Welt der digitalen Technologien werden und zeigt, wie der Körper einzig als Medium wahrgenommen werden kann.

Sieht man sich die Mediengeschichte an, so wurden Medien in den 60er Jahren von Theoretikern wie Marshall McLuhan erst einmal als Erweiterungen des Körpers gesehen, die das menschliche Handeln ersetzen oder optimieren: Fernsehen als Verlängerung der Augen, Telefonieren als Verlängerung der Ohren etc. Sein Medienbegriff war allerdings sehr weit gefasst, so dass fast alle Gegenstände mediale Eigenschaften beinhalteten. Den Computer, wie wir ihn heute kennen, gab es damals natürlich noch nicht. Marussich arbeitet als Künstler ebenfalls mit dem Körper als zentrales Objekt, von dem er immer ausgeht. Für seine Arbeiten sucht er sich dann weitere nötige Medien, niemals aber in anderer Richtung.



Die gleichzeitig zum Denken anregende wie mitreißende Tanzvorführung "Hell on Earth", getanzt von Berliner Jugendlichen, handelt von den Erfahrungen, Gefühlen und Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und dem Leben in einer fremden Kultur.



Der Kill the dj Abend mit:
- Jennifer Gentle
- Krikor, Akustik-Performance mit sechs Musikern
- Penelope Edmund
- Discodeine
Und dann ab ins Rex für die Nacht mit Chloé und André Kraml.

Fazit: Bonheur!

4/02/2009

L'art de la rue


Öffentliche Plätze, Straßen oder Wohnsiedlungen waren schon immer die Orte, an denen sich Kreative aller Arten gezeigt oder verewigt haben. Seit geraumer Zeit sprechen wir aber über den die Designer inspirierenden Streetstyle in der Mode oder nennen Graffiti nicht mehr Schmiererei sondern Street Art.
Auf der diesjährigen Kunstmesse ART PARIS neben dem Comic ein weiterer Schwerpunkt, wurden zahlreiche Werke von Street Art-Künstlern gegenübergestellt und an einer weiteren Wand konnte man die Entstehung unterschiedlicher Werke miterleben.

Weiter geht es jetzt im Grand Palais: Dort kann man noch bis Ende April circa 300 großformatige Street Art-Kunstwerke unterschiedlicher Stile und Generationen betrachten und sich mit dem künstlerischen Wert auseinandersetzten.

In diesem Zusammenhang empfehle ich die Auseinandersetzung mit Kultur im Sinne der Cultural Studies. Stichwörter: Subkultur, Macht, Medien, Identität.

Bonne journée!

3/27/2009

Global faces

Erst vor zwei Tagen habe ich eine Veranstaltung besucht, in der es um das Thema Trends und Moden, Schnelllebigkeit, Dezentralisierung der Macht und Einflüsse im Bereich der Mode ging. Einen hohen Stellenwert in der Diskussion hat das Thema Internet eingenommen, durch das jeder in der Lage ist, Bilder und Informationen schnell zu verbreiten, verschiedene Standpunkte von Menschen aus der ganzen Welt (fast) einzuholen, Inhalte zu kommentieren etc.
In diesem Bereich für mich ein „akzeptiertes Phänomen“, da ich selbst jeden Morgen anstatt eine Zeitung zur Hand zu nehmen meinen Computer einschalte und diverse Blogs ansehe, ist mir eines noch weitestgehend fremd: die Kommunikation in und mittels Online Communities.

Seit meiner Ankunft in Paris im Oktober 2008 musste ich immer wieder feststellen, welch einen hohen Stellenwert nicht nur das Internet selbst (kostenloser Wlan-Zugang selbst auf Spielplätzen!), sondern vor allem die Community Facebook hier hat. Schnell bemerkte ich: meine Chefin, die Kollegen, mein Argentinischer Mitbewohner, die Freundinnen aus Spanien und Italien ... ALLE haben sie ein Konto dort und tauschen wie selbstverständlich ihre Alltags-Neuigkeiten aus.

Ist das die Zukunft?

Laut einer im März 09 erschienenen Studie der Nielsen Gesellschaft, die sich mit sozialen Netzwerken befasst, dient das Internet heute nicht mehr vor allem der Informationssuche und zum Schreiben von E-Mails. Das „Social networking“ schiebt sich immer mehr in den Vordergrund: die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen in den USA und vielen anderen Ländern der Welt sich öfter und länger in sozialen Netzwerken aufhalten oder Blogs konsultieren als Nachrichten per E-Mail zu versenden.

Auch wenn das Suchen von Informationen immer noch den ersten Platz belegt, kann man an den stetig gewachsenen Mitgliederzahlen in den verschiedenen Online Communities sehen, wie sich die Internetnutzung verändert.
„Germany arrives later to the social network party“ (S. 3) lautet eine Überschrift in dem Nielsen Report, aber dafür ist Deutschland in Europa das Land mit dem größten Wachstum in Bezug auf die Internet-Gemeinschaften im Untersuchungszeitraum Dezember 2007 bis Dezember 2008. Waren im Dez 2007 nur 39% der Internetnutzer in Online-Gemeinschaften tätig, waren es im Dez 2008 schon 51%.
Sieht man sich nur Facebook an, ergibt sich im genannten Zeitraum in Bezug auf die in/mit Facebook verbrachte Zeit eine Steigerung von 566% - und längst sind es auch nicht mehr nur die Jugendlichen, die sich dort austauschen, der größte Zuwachs laut Nielsen lag bei den 39-45 Jährigen (siehe S.5, Tabelle 5).

Mehr Zahlen, Statistiken und Prognosen könnt ihr dem Nielsen-Bericht entnehmen.

Ich werde mich jetzt erstmal als „Neukunde“ durch Facebook klicken. Mal sehen, ob ich mich auch anstecken lasse und bald die Faszination an dieser Anwendung teile...

3/25/2009

Happy up here



Endlich wieder neue Musik von Röyksopp!
"Junior", released: 23. März

(Directed by Reuben Sutherland, dessen Spot für Ikea ich sehr gut finde... Hier u.a. anzusehen)

3/24/2009

Piano, Pandas, Paris ART




Vier Tage voll Inspiration, neuen Erfahrungen und Gedanken:

1. Vorstellungsgespräch
2. "Mélodies et héroines romantiques françaises", soprano et piano
3. Vortrag zum Thema Cultural Studies mit David Morley, Centre Pompidou
4. Zhao Bandi Panda Fashion Show
5. Natürlich Fotos im Photomaton geschossen
6. Kunstmesse art paris
...und das alles mit mittlerweile angenommenem, neuem Haarschnitt.

Mein Highlight, die Fashion Show des Künstlers Zhao Bandi im Palais de Tokyo werde ich später auch noch ausführlicher kommentieren. Dank der Betrachtung weiterer Werke des Künstlers auf der ART PARIS konnte ich die Panda-Show erst richtig einordnen: Kritik an der modernen chinesischen Gesellschaft, eingehüllt in den Glamour der heutigen Zeit.

3/20/2009

C'est la fête du macaron!


© Pierre Hermé

Die kleinen, runden Köstlichkeiten bestaunen und bestellen: bei Pierre Hermé. Miam!

3/18/2009

Don't stop!


Illu via garance doré

Warum gehen wir eigentlich zum Friseur? Um lediglich die Haare nach einer gewissen Zeit kürzen zu lassen oder um uns anders, cooler, glamouröser, frischer zu fühlen, sprich uns zu wandeln?

Ich glaube, der erste Aspekt zwingt uns, den Gang zum Friseur zu machen, aber den zweiten Aspekt erwarten wir. Und wenn das "Lebensgefühl" sich nicht ändert, sind wir enttäuscht. So wie ich gerade. Eigentlich ärgere ich mich aber nur über mich selbst, da ich mich mal wieder nicht getraut habe, kurzen Prozess mit meiner Haarpracht zu machen.

Auf dem Friseurstuhl gab es die Standardfragen zum Wandel: Was bleibt? Wie der Stil? Länge? Brav oder rockig? - und was mir in diesem Moment nur eingefallen ist: irgendwie gleich, aber doch anders, nicht zu stufig, aber auch nicht zu langweilig, kein Mini-Pony, nein, nicht komplett anders... eigentlich gefällt mir mein Scheitel sehr, aber ich fühle mich total langweilig!
D'ACCORD und los ging es. Zip zap.

Nun bin ich zu Hause und fühle mich wie vorher. Nur die Haare sind kürzer. Einerseits ist es besser, aber andererseits habe ich nun obendrein eine Frisur, die für mich nicht zählt: meine Haare sind nicht mehr lang, aber sie sind auch nicht kurz. Sie sind MITTELLANG! Das ist wie KEINE Meinung haben! Das ist wie ein Wechsel von Weiß zu Crème!!

Und was mache ich jetzt?
Erst einmal warten, ob meinen Mitbewohnern etwas zu meinem neuen Schnitt einfällt, dann eine Nacht schlafen und morgen weiter sehen.

3/16/2009

Finalement printemps!


Gestern ist endlich der Frühling in Paris eingezogen. Nate und ich haben uns zwar noch nicht in unsere Minikleidchen geworfen oder die Flip flops angezogen, wie so manch andere Sonnenanbeter in den Pariser Straßen, aber wir haben uns nach einem Spaziergang in den Park de Belleville gesetzt und ebenfalls die Sonne genossen. Schön war das! Und im Anschluss gab es dann den ersten "Sommer-Salat" des Jahres...

3/12/2009

5 Jahrzehnte Barbie


Barbie war im Trend, ist im Trend und wird wohl immer im Trend bleiben. Und deshalb feiert Barbie ihren 50. Geburtstag nicht irgendwo, sondern bei Colette in Paris, vom 9. bis 28. März.

Was man aus diesem besonderen Jubiläum machen kann, ist fast unglaublich:
"For the occasion, a "Barbie room" will be installed on the first floor presenting Jeremy Scott’s collection of Barbie clothing and accessories as well as various exclusive products: MP3 players, jewels by artist Margaux Lange, Barbie Rocks of Beverly Hills jewellery, Stila Make-up, stationery, Dylan’s Candy Bar sweets and also a brand new line of beauty products.
Limited edition collaborations with designers selected by colette will also be available, among which Married to the Mob t-shirts, a Bless hairbrush, an Uslu Airlines 219c pink nailpolish, a hat-bag Azumi & David, Linda Farrow glasses, Alexis Mabille bow ties, a Goyard trunk, a Jawbone headset, Domestic stickers, Bruno Frisoni stilettos, original creations by des créations originales de Andrea Crews... Even the water-bar will be Barbie style with a special edition of dessert Le Baiser by Ladurée."


Wer die Barbies und Kens noch im Schaufenster von Colette sehen möchte, muss sich allerdings beeilen, denn am 16. werden die Puppen wieder abgebaut. Dann gibt es aber natürlich immer noch den Spezial E-shop mit allen Produkten rund um Barbie....


P.S. Ich hatte als Kind übrigens keine Barbie. Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen oder?

3/08/2009

Oberkampf


Ich mag mein Viertel.

3/06/2009

Joshua Petker



© All rights reserved by the artist

"I see the bright neon colors like too much sugar. Like the way too much happy, makes you sick to your stomach. Not sure why I'm attracted to that. Life is brutal yet so awesome and great! I think I'm trying to paint what I cannot to say."
(Interview auf Fecal Face)

In Vorfreude auf ein Kunstwochenende mit zahlreichen Galerie-Besuchen, bin ich über ein Interview mit dem Künstler Joshua Petker gestolpert. Aufgrund der intensiven Farben und der zahlreichen Frauenmotive fielen mir die Bilder erst nur auf, gefallen haben sie mir nicht ... aber um so interessanter finde ich die Kunst von Petker nach langem Betrachten und der Lektüre.

UPDATE


Die Pariser Achterbahnfahrt geht weiter.

Nach Beendigung meines Vertrages bin ich nun auf der Suche nach einer neuen, mir zusagenden und geldeinbringenden Beschäftigung. Neben den seriösen Bewerbungen, habe ich mich auch bei einer Event- und Promotionagentur beworben, die für die Mode-Défilés in Paris arbeitet. Nach Bewerbung, Auswahlgespräch auf französisch und englisch (im Rock!) bin ich sodann dank meiner Sprachkenntnisse, meiner Größe und natürlich meines höflichen Auftretens in der Agentur aufgenommen worden.
Bis dahin war noch alles gut und ich motiviert.
Vielleicht mangels Kenntnisse dieser Branche wurde meine Motivation jedoch gestern abrupt beendet: Ich wurde zu einer Schulung eingeladen, die die Rekrutierung abschließen sollte. Dresscode: Kostüm mit Rock, Pumps, Haare zusammengebunden.

Aufgrund dieser Verkleidung kam mir alles wie in einem Film vor. Schon der erste Schritt aus der Haustür bescherrte mir Blicke, die ich nicht zuordnen konnte. In Vorahnung, dass sich meine Füße keinen Marsch mit 8 cm-Absätzen gefallen lassen, hatte ich natürlich meine Ballerinas dabei, zu denen ich – ebenfalls filmreif – zwischendurch wechselte.

Was ich dann gestern gelernt habe: Wie verhält man sich IMMER höflich, wie laufen Castings, Buchungen, Bezahlungen etc. ab und wie habe ich IMMER auszusehen. Das ging mir jedoch entschieden zu weit, da mir mein eigenes Kostüm schon als Verkleidung erschien. Wie sollte es denn werden, wenn ich dazu noch mit Lippenstift und zurückgebundenen und lack-fixierten Haaren und Haarspange auftrete?

Ende der Geschichte: da die Einsätze für die Mode-Défilés schon vergeben waren und ich erst am Mi der nächsten Woche für andere (reichlich unattraktive) Zwecke eingebunden werden sollte, denke ich schon über andere schnelle Verdienstmöglichkeiten nach, die meinen weiteren Aufenthalt in Paris sichern.

Das Schöne, an diesen Erlebnissen ist doch aber, dass ich die französische Kultur von allen Seiten kennen lerne.

Die anderen Kultur-Highlights der letzten Wochen: viele Dîners mit Pablo, Linda, Marion, Inma und auch mal Jérôme, Theâtre einmal mit Marine und auch mit den spanischen Freunden meines Mitbewohners, Geschichten aus Venezuela, Dj Chloé und ich zwischen Anzug-Snobs im Showcase, Touristentour mit Nate plus Besuch aus Hamburg. Am Dankbarsten bin ich Linda, die mir Nachhilfe in „Wie schreibt man eine Bewerbung in Frankreich“ gegeben hat und mir in den letzten Monaten dank ihrer Ausbildung bei allen rechtlichen Fragen zu Seite stand. Auf dass die Fahrt weiter geht!

3/05/2009

Meine lieben Blog-Leser, kann man erwarten, dass man als zahlender Kunde innerhalb eines Monats einen funktionierenden Internetzugang bei sich zu Hause hat?
In Deutschland: Ja.
In Frankreich: Nein! Und den Anbietern ist es scheinbar auch völlig wurscht, einem zu helfen oder einen Techniker zu schicken.

Jetzt stehe ich mal wieder im Centre Pompidou und nutze meine Internet-Freiminuten. Morgen geht's hoffentlich weiter - mit meinen heutigen Erlebnissen: Ich gehöre nun offiziell zu den freien Mitarbeitern einer Event- und Promotionagentur ... und bin mir gerade noch nicht sicher, ob ich diesen Schritt nicht bereue. Ich bin ja zu vielem bereit, um in Paris zu bleiben, aber irgendwo muss man auch Grenzen setzen n'est-ce pas?

2/22/2009

La Collection


Heute habe ich mir die Ausstellung der Kollektion Yves Saint Laurent und Pierre Bergé im Grand Palais angesehen. Kurz: ich bin sehr beeindruckt.

Einzelheiten und Eindrücke gibt es nächste Woche, denn heute muss ich erstmal verarbeiten. Bis dahin hat Christie's schon einmal ein paar kleine Videos DES Ereignisses in Paris erstellt.

Bon dimanche et un bon début de la semaine!

2/17/2009

Mit den Jahren runzelt die Haut.
Die Seele aber runzelt
mit dem Verzicht auf Begeisterung.


Albert Schweitzer

...ein Zitat, dass mir einmal die Motivationsmaschine von Anreas Donder beschert hat. Und ausgerechnet heute stoße ich darauf, wo ich gerade innerlich ein wenig "runzele".

2/10/2009


In diesem Sinne starte ich ab morgen eine etwas "leichtere" Phase, da ich:
1. nicht mehr daran glaube, dass ich ein noch tolleres baguette de tradition finde, wie es der Bäcker im 10e arrondissement backt und deshalb jetzt aufhöre, in jeder boulangerie tradis zu kaufen
2. jetzt auch mein Lieblings-Fondant Coeur gefunden habe
3. leider durch Zufall auf eine Waage gestoßen bin
4. sonst ja nie eine richtige Pariserin werden kann (da klein und dünn!)
5. schöne Kleidungsstücke deshalb immer nur in kleinen Größen finde
6. schon mal die "7 Wochen ohne" antesten
und ich wieder deutsche Diszipliniertheit einführen möchte!

Voilà!

Madame trägt übrigens das Gewand der derzeitigen Coca Cola-Editionsflaschen, by Nathalie Rykiel.

Das Bildnis des YSL


Zur Zeit fällt mir niemand anderes ein, der genauso schön mit einer Mischung aus Langeweile, Ernsthaftigkeit, Melancholie, Traurig-, Überheblich- sowie Gleichgültigkeit in den Augen dreinschauen kann. ...Ich kann es kaum beschreiben, was mich an diesem Bild von Yves Saint Laurent am meisten fasziniert.
Lange kann ich es nicht mehr bestaunen, denn es kündigt lediglich die Versteigerung der von Y. Saint Laurent und Pierre Bergé angesammelten Kunstwerke an, die sich in Saint Laurents Wohnung befanden.

Vom 21.-23. Februar können nun die Werke bei Christie's angesehen werden, bevor sie dann vom 23.-25.2. neue, reiche Besitzer finden. Schade auch, dass ich nur den ersten Terminblock wahrnehmen werde!
(Vielleicht frage ich mal, ob ich später das große Plakat von der Wand bekomme. Was soll das bei Christie's im Keller verstauben!)

2/06/2009

Noch ein Gedanke des 6. Februars 2009: Ich habe kein Internet mehr zu Hause und DAS NERVT!

Wir? Nous? We?

In der Bibliothek im 10. Arrondissement sitzend, um eigentlich nach einem neuen Job Ausschau zu halten, denke ich lieber über das Thema "Sozialer Reichtum" nach. Mein erster Gedanke: die Pariser können auf diesem Gebiet noch EINIGES lernen! Menschliche Beziehungen sind in Paris anders, was mir immer und immer wieder auffällt.
Heute bin ich allerdings zufrieden und möchte einmal nicht über die Franzosen meckern...

Und so lautet der Text, der mich zum Nachdenken angeregt hat (und das Thema zum 14. Deutschen Trendtag im Mai vorstellt):

Wer teilt, gewinnt
„Yes we can“ ist das Motto des Neuanfangs, nicht nur in den USA: Das „Wir“ steht für Hoffnung weltweit. Mit der Finanzkrise ist der alleinige Machtanspruch des „Ich“ implodiert. Die selbstzerstörerische Steigerungslust des eigenen Ego wurde mit dem Verlust der persönlichen, unternehmerischen und gesellschaftlichen Balance erkauft. Konsumenten, Anleger aber auch Unternehmen und Staaten denken um. Nach der erfolgreichen Phase des „I“ und „my“ beginnt jetzt die Suche nach dem „we“.

Die ungehobenen Ressourcen von morgen sind nicht Rohstoffe, sondern menschliche Beziehungen. Nicht Bohrtürme und Schaufellader, sondern soziale Kultur und digitale Netzwerke werden die Beziehungen zu einem neuen Reichtum ermöglichen. Die Begeisterung für die Communities im Web 2.0 ist ein erstes Vorzeichen des Wertewandels. Soziale Normen passen sich den technologischen Möglichkeiten an, soziale Beziehungen werden neu gedacht und gelebt. Es geht um die innere Balance der Gesellschaft. Nach der Versöhnung von Ökonomie und Ökologie am Ende des 20. Jahrhunderts geht es jetzt um die Versöhnung von Profitmotiv und sozialer Verantwortung. „Share and win“ wird zum Programm des Erfolges. Kooperation, Offenheit und das Teilen von Ressourcen werden im Zentrum zukünftiger Wertschöpfung stehen.

2/05/2009

Coupe parisienne, II

Langsam habe ich das Gefühl, meine Haare verfilzen bald, wenn ich nichts tue. Da ich das ziemlich unsexy finde, müssen sie ab!

Nur WIE ist die Frage. Ich kann mich genau an meinen letzten Coiffeur-Besuch in Paris erinnern, der bei mir keine große Freude ausgelöst hat: ein bisschen zu tecktonik. Diesmal sollte es ein wenig gerader ausfallen. Im Notfall kann ich ja immer noch mit blonden Strähnchen Highlights setzen. Pfui! Allein der Gedanke ...

Hat jemand einen guten Rat für mich? Das wäre schön.
Meine Arbeits-Motivation hat seit Anfang des Jahres drastisch abgenommen – was allerdings nur daran liegt, dass man mich auf zwanzig Stunden die Woche reduziert hat und ich mich kaum noch "entfalten" kann. Dank RADIO ROD von Battant, das ich immer anschalte sobald ich die Champs Élysées erreicht habe, starte ich aber wenigstens wieder kraftvoll in den Tag.

1/27/2009

Fashion Week à Paris



Da ich ja nun doch nicht nach drei Monaten aus Paris wieder abgereist bin, habe ich meine Schuhsammlung aufgestockt. Der Neuzugang ist im Vergleich zu meinen schönen Stiefeln noch einmal 2 cm höher und ebenfalls schön braun. Jetzt muss ich nur noch lernen, mit Pariser Eleganz damit zu laufen ... aber für den Notfall habe ich ja bereits das Vokabular rund um Fußverstauchungen gelernt und erfolgreich geübt.

Bei Zeiten folgt dann ein glamouröses Foto meiner Bereicherung!

Und mehr zur Mode à Paris kann man hier nachlesen.

1/20/2009

YES, WE CAN!



Wir werden sehen, ob wir wirklich können...

1/19/2009

Happiness

Heute höre ich schon den ganzen Abend Sébastien Schuller. Auf das Lied "Sleeping Song" bin ich durch den Blog von Garance Doré gestoßen und ich wünschte, es gäbe eine Repeat-Taste auf meiner Tastatur...

Auch die Seite von Sebastien ist einfach (und) schön! Voilà.

1/15/2009

We love Street Glamour




Wer hätte das gedacht: Jeden Tag musste ich auf meinem Weg zum Büro den Kopf schütteln (und mich auch), wenn ich am Louis Vuitton Flagship Store auf den Champs vorbei gegangen bin und ins Schaufenster sah. Kaum zu glauben, dass die Menschen manchmal Schlange stehen, um in den Vuitton-Palast zu kommen und kaum zu glauben, dass eine der Taschen das schönste Geschenk für viele Französinnen bedeutet - selbst wenn es nur eine ganz ganz kleine Monogramm-Tasche ist.

Eines morgens, am 12.1., kam dann die Erleuchtung. Grelle Blumen in allen Fenstern und die Information WELOVESPROUSE. Ich fand die Leuchteblumen großartig ...und das hat es zu bedeuten: Vor acht Jahren ist in Zusammenarbeit mit dem Designer Stephen Sprouse eine Graffiti-Kollektion entstanden, die nicht nur bei Modeopfern sondern auch bei Perlenkettenträgerinnen eingeschlagen ist. Stephen Sprouse ist im Jahr 2004 an Lungenkrebs verstorben. Jetzt hat Marc Jacobs ein Re-Edition der Linie entworfen, die ab jetzt natürlich wieder groß beworben wird.

Das einzige, was mich sehr gewundert hat, war die Tatsache, dass bis heute keines der Graffiti-Teile im Schaufenster des großen Paris Stores ausgestellt war (deshalb auch nicht auf dem Foto zu sehen). Heute wurde dann umdekoriert und auch die Puppen strahlen in bunten Farben anstatt verstaubt dreinzusehen.


Und auch in St. Germain ist Graffiti-Kunst angekommen und wird ab heute mit dem Künstler Nasty in der Galerie Bailly contemporain gefeiert. Nasty ist nicht zuletzt durch seine besprühten métro-Schilder bekannt geworden.
Gut vorbereitet dank des Instituts für Graffiti-Forschung werde ich mich morgen dorthin auf den Weg machen.

1/14/2009

SPLAAAT!



Department.ca haben einen Clip produziert, den jeder beliebig "remixen" kann. Schöner wäre nur noch, wenn man die Person austauschen könnte!

Auf geht's!

Und wer sich für besonders kreativ hält, schicke mir bitte seine Kreation...

Ghislain Poirier - Jusqu'en Haut von departement auf Vimeo
Gefunden auf Radeville

1/12/2009

Vögel füttern...

Birdy Nam Nam - klingen wie ihr Name.

Sollte man sich mindestens einmal mit beschäftigt haben, denn heute ist ihr neues Album namens "Manual For Successful Rioting" erschienen.

Release Party am 23/1 im Social Club. On y va ?

I thought you were supposed to be in Paris*


Die Berlin-Paris-Liebe zeigt sich nun unter den Galerien: Bis 15. Februar findet ein Austausch zwischen den Galerien der besagten Kunstmetropolen statt.
Wer noch die 13 teilnehmenden Pariser Galerien in Berlin kennen lernen möchte, muss sich beeilen, denn am 18. Januar ist der Auftritt schon vorbei. Vom 6.-15. Februar kann ich mich dann hier in Paris freuen und die Berliner Gäste im Sinne des Austauschs begrüßen!

Zeiten:
Berlin 09.01. - 18.01.2009
Paris 06.02. - 15.02.2009


*Titel der Ausstellung der Künstler Sofie Bird Møller, Dieter Detzner, Alexandra Leykauf und Fiete Stolte in der Galerie Lucile Corty

1/10/2009

Manifestation statt Mode







Nichtswissend habe ich heute morgen das Haus verlassen um mich doch einmal im großen Winterausverkauf, den SOLDES, umzusehen und bin als erstes auf Hunderte von Polizisten gestoßen, die mit schwerem Geschütz die Straßen in der Nähe meiner Wohnung blockierten. Leicht amüsiert habe ich gefragt, ob heute etwas im Viertel los sei und habe mich über die eigenartige Reaktion des Polizisten gewundert, der sich wahrscheinlich von mir verarscht vorkam - da ich heute ausgerechnet mein gold-graues Palästinensertuch gegen die Kälte umgebunden hatte. In der Tat war etwas los: In vielen europäischen Städten haben heute Menschen gegen die israelische Militäraktion im Gazastreifen protestiert. Eine der größten Kundgebung fand in Paris statt, wo nach Angaben der Veranstalter rund 100.000 Menschen demonstrierten.

Aufgerufen zu der Aktion hatte das "Kollektiv für gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern", eine Vereinigung mehrerer Lobbygruppen, Gewerkschaften und linker Parteien. Nachdem ich die Flugblätter gelesen und die Bilder auf den großen Planen gesehen hatte, entschloss ich mich also gegen den Einkaufsbummel und für die Demonstration.

Was auch in zahlreichen Artikeln im Internet nachzulesen ist, ist mir natürlich wieder besonders aufgefallen: die Sicherheitsvorkehrungen waren extrem und die Route zu allen Seiten komplett von der französischen Polizei abgeriegelt (siehe Fotos).

Da ich nicht bis zum Ende mitgelaufen bin, weiß ich nicht, ob es zu Ausschreitungen kam.

Nicht schön, aber wahr: eine Seite, die Bilder des Massakers zeigt.

1/09/2009

Les Palais de Paris






Wenn ich an die Ausstellungen denke, die ich mir im Dezember angesehen habe, kann ich sicher sagen, dass mich die Fotografien Patrick Demarcheliers im Petit Palais am meisten beeindruckt haben - neben den Kurzfilmen von Künstlern aus allen 27 Staaten der Europäischen Union, die zum Ende der EU-Präsidentschaft Frankreichs im Grand Palais gezeigt wurden und am Eröffnungsabend im Zusammenspiel mit dem Set von Jeff Mills zu einem visuellen Gesamtkunstwerk wurden (Dans la nuit, des images).

Das Besondere an beiden Ausstellungen war für mich die Mischung aus Alt und Neu. Aufgrund der alten, prunkvollen Gebäude der Museen und Ausstellungsräume kommt diese Mixtur oft zwangsläufig zustande, aber sehr oft ist es auch eine gewollte Inszenierung. Gilles Chazal, Direktor des Petit Palais, schreibt in der Pressemitteilung zur besagten Ausstellung:
« A museum is a source of life and a place of humanity. May all the faces of Patrick Demarchlier’s portraits intertwined with the faces painted on Greek vases, Dutch paintings of the XIX Century portraits… bring to all a greater love and understanding of one another... »

Fotos
1, 2: Grand Palais
3, 4: Patrick Demarchelier im Petit Palais
5: mein persönliches Lieblingsbild von P. Demarchelier


Nächste geplante Erkundung: Sonia Rykiel im Arts Décoratifs

1/08/2009


In 99% der Fälle finde ich Smileys, lustige Bildchen, Icons, Sternchen und was man sonst so zugeschickt bekommt sehr albern und überflüssig. In diesem Fall habe ich so lange auf die sich bewegende Kugel gesehen, dass ich sie fast niedlich finde... naja.

Vielleicht passte sie auch nur so gut in den Kontext:
Alles sehr anbetungswürdig!

1/06/2009

Dungudugudung


Heute ist ein besonderer Tag:
1. Ich hatte meinen ersten halben Arbeitstag, d.h. Feierabend um 13h30
2. Heilige Drei Könige
3. Ich habe realisiert, dass morgen die SOLDES anfangen (und ich kein Geld habe!)
4. Es waren -7 Grad
5. Ich bin fast hingefallen, da ich auf einer Wurst, die vor einem Schlachter auf dem Boden lag, ins Schlittern gekommen bin
6. Dafür habe ich das herrlichste Schokoladen-Dessert denn je gegessen und habe dabei an eine besondere Person gedacht:
7. Oliver. Très bon anniversaire!

1/05/2009

Robert Johnson


"Musik rettet die Welt", das hat mir Tobi einmal geschrieben. Und wenn ich jetzt morgens in der métro sitze, es kalt ist und ich müde bin, fühle ich mich nur besser, weil ich meine neuen Kopfhörer auf den Ohren habe und in meiner eigenen Welt bin. Weil die Musik die Welt ganz anders scheinen lässt.

Die beste elektronische Musik, die mich jeden Morgen begleitet - und manchmal auch abends - ist das neue Remixalbum “Live at Robert Johnson Vol. 1” von Chloé.
Im Juni wird das Robert-Johnson in Offenbach 10 Jahre alt und bringt zu diesem Zweck 4 Remix Alben auf dem hauseigenen Label heraus. Die erste Veröffentlichung ist von DJ Chloé. Neben diesem und den folgenden drei Alben gibt es einen sehr schönen, künstlerisch gestalteten Folder in einer auf 2.000 Stück limitierten Sonderauflage. Die Box, die ich zuerst aufgrund ihres 12 inch-Formats für eine Platte gehalten habe, dient als Aufbewahrungsort der 4 CDs. Seit Mitte Dezember schon erhältlich bei Colette in Paris.

Einfach großartig!
Am besten mit geschlossenen Augen.

Tracks:
1 - Gudrun Gut - Rock bottom riser / Monika enterprise
2 – DJ Koze- Mariposa / Kompakt
3 - Kalabrese- Makelovedisco / Phictiv records
4 - SIS - Orgsa / Cecille records
5 - Shinedoe -Phunk (Steve Angello re-edit) / Size records
6 - Partial Arts- Cruising / Dialect recordings
7 - Samim & Michal- Circles / Kindisch rec.
8 - Vincenzo- The Phantom Image / Pokerflat
9 - Daso & Pawas - Ice / Flash rec.
10 - Heiko Mso feat. Malte - Reach / klang electronik
11 - Plein Soleil – Casus Belli/ Live at Robert Johnson
12 - Larry heard- Spinal Tap / Alleviated Records
13 - Trulz & Robin feat. Baseman - turn my head / Planet noise
14 - Homebase - Centrino / Waskids
15 - Music is the wine (Joakim remix) / Lucky number music

Chloé - Live at Robert Johnson Vol. 1
Label: Live at Robert Johnson
Veröffentlichungsdatum: 19. 01. 2009

1/02/2009

Bonne Année!


Ich wünsche euch ein fabelhaftes Jahr. Bleibt auf'm Boden! ♥

12/30/2008

12/29/2008

Die Kommunikation

Dieses Jahr ist wirklich alles anders, ob freiwillig oder unfreiwillig. So steckte ich über Weihnachten in einem Kommunikationsloch, dass fast jeglichen Kontakt mit der Aussenwelt (Wie immer finde ich das Eszett auf der französischen Tastatur nicht!) verhinderte.

Nun habe ich zwar immer noch kein Internetverbindung zu Hause, aber wenigstens kann ich mir anderweitig Zugang verschaffen.

Ich hoffe, ihr hattet sehr schöne, genussreiche, ärger- und stressfreie Weihnachtstage und habt kurz das Alltagsleben ruhen lassen!

Wieder in Paris zurück, kommt es mir fast so vor, als wäre ich gar nicht in Deutschland gewesen - wäre da nicht die strapaziöse Bahnfahrt nach Hamburg und die komfortable Rückfahrt gewesen (Ich werde hierüber noch berichten, denn ich kann mich bis heute über den rosa Karton freuen, in dem ein kleines Menu im TGV serviert wurde.). Heute wird erst einmal wieder gearbeitet, damit dann ganz schnell der Jahreswechsel und die damit verbundenen freien Tage kommen können. In diesem Sinne... A plus!

12/03/2008

Babydisco


Hier treiben sich also die begehrten DJs rum: in der Babydisco im Palais de Tokyo!

Seit Ende September und noch bis zum 4. Januar 2009 ist die Babydisco für Kinder von drei bis sieben Jahren jeweils Mi, Sa und So zugänglich – wenn man dann noch einen Platz auf der Gästelise bekommen hat, versteht sich. Im Programm sind Workshops mit Choreografen, Musikern und Künstlern, der Dancefloor ohne Eltern, Aktivitäten mit dem Künstlerprojekt Tok-Tok, live DJ Sets und die monatliche «Colette baby dance class».
Die Preise sind denen des Pariser Nachtlebens angepasst: Party: 8 €, DJ set: 10 €, Colette baby dance class: 12 €.

In der Pressemitteilung heißt es: "Babydisco is a playful introduction to club land. Children take possession of a reduced-scale entirely rebuilt disco, where nightclub clichés meet a childlike universe in an outsize plush jewellery box. In the scheduled one-hour long sessions, groups of 12 to 15 children take control of this completely free space, to which parents have no access, apart from a discreet glance through the door at the beginning of the session.

This space is also an initiation to different forms of contemporary culture (design, video, dance and music...), and can be read in different ways i.e. from the parents' or the children's point of view. The children immediately perceive it as a ludic environment while their parents are presented with a familiar cultural reference reinvented by their children.

...Kurz wäre ich gern mal wieder vier. Bienvenue sur le dancefloor!

11/29/2008

Belle Ville


Meine Suche ist beendet. Ich habe eine neue Bleibe gefunden und danke allen, die mir Tipps und Ratschläge und Telefonnummern geschickt haben.
Ab dem 15. Dezember werde ich in einer kleinen aber feinen WG im 11. Arrondissement wohnen. Die Transen und Prostituierten aus meiner Nachbarschaft tausche ich sodann gegen eine eher arabisch geprägte Nachbarschaft ein. Wenn man aus der Haustür tritt und zur anderen Seite geht, ist das Viertel aber auch für seine zahlreichen Bars, Cafés und kleine Galerien bekannt. Worauf ich mich jedoch am meisten freue, ist der Backofen in der Wohnung: Seit meiner Ankunft in Paris habe ich noch nicht EINMAL Quiche gegessen sowie Crème brûlée, Schnecken, Hirschkuhbraten und und und - eben alles, was in einer Mikrowelle nicht funktioniert.
Nachteile des Umzugs: Ich muss mein mittlerweile liebgewonnenes Studio verlassen, muss zu Hause kommunizieren, kann nicht mehr morgens während des Haareföhnens in der Küche mein Müsli essen und werde nicht mehr fluchen, wenn ich mir mal wieder im noch rußigen Treppenhaus meine Tasche schmutzig gemacht habe!
Mein Mitbewohner heißt übrigens Pablo und der dritte Mann im Haus wird noch gesucht. Voilà.

Kurz zum historischen Hintergrund meiner neuen Heimat: Jean-Pierre Timbaud (* 29.9.1904; † 22.10.1941, Châteaubriant), nach dem die Straße benannt ist, war ein französischer Widerstandskämpfer, der 1941 zusammen mit 26 anderen Geiseln von den deutschen Besatzern Frankreichs als Vergeltung für einen Mord an einem deutschen Offizier erschossen wurde.

11/28/2008

SOS


Ich suche eine Unterkunft!

Meine Zeit in Paris ist manchmal großartig, manchmal - so wie jetzt - auch nicht, denn ich verlasse am 15.12 mein Studio. Zielbahnhof: Unbekannt.
Also, wer jemanden kennt, der jemanden kennt, der einen Freund dritten Grades in Paris hat oder eine Großtante, die hier ein Zimmer für alle Fälle hat, BITTE asap bei mir melden. Merci!

Je cherche urgemment un nouveau studio, appartement ou colloc à Paris (à partir du 15 décembre). Pour toutes informations: 06.42.36.81.72
Merci beaucoup!

Terry Richardson



Als ich gestern am Zeitschriftenkiosk vorbeigegangen bin, ist mir die neue Vogue mit dem jählichen Kalender ins Auge gesprungen. Auch wenn mich das Cover der Ausgabe und ebenso das Titelbild des Kalenders 2009 nicht übermäßig angesprochen haben - im Gegensatz zum diesjährigen Kalender – war ich dennoch zu neugierig auf die weiteren Bilder als dass ich die Ausgabe hätte liegen lassen können.
Während des Sonnabend-Frühstücks habe ich dann auch gleich die Parallelen zwischen den Kalenderfotos und denen der aktuellen Kampagne von Princess Tam Tam gesucht: In beiden Fällen war niemand Geringeres als Terry Richardson am Werk, dessen Handschrift doch sehr gut zu erkennen ist.

Alle Kalenderbilder kann man sich hier ansehen. Und wer mit dem Vogue Kalender 2009 auch seine Toiletten-Tür schmücken möchte, kann mir gern einen Kauf-Auftrag erteilen (Kosten: 4,95€ plus Spesen).

DJ


Weil du heute nicht in Berlin sein kannst, muss Chloé halt irgendwie zu dir kommen - das habe ich mir gedacht. Leider kannst du die Platte heute abend noch nicht auflegen, aber in Gedanken...

Noch einmal: Bonne anniversaire!
Bon retablissement!
Je t'embrasse!

Und wer Dj Chloé noch nicht kennt, sollte schnellstens ihre Seite ansehen und heute, 28/11, in den Arenaclub in Berlin gehen oder morgen, 29/11 in den Social Club nach Paris kommen!

11/27/2008

BON ANNIVERSAIRE chérie.

Ich schicke dir ein ♥ und ein Hurra.

11/25/2008

J'ADORE

Da ich mich bislang nicht entscheiden kann, welche Werke von der PARIS PHOTO ich euch zeigen möchte, gibt's einen verspäteten Beitrag demnächst.

Eines spricht für sich: Ich war Freitag, Sonnabend und Sonntag auf der Messe und konnte gar nicht genug bekommen! Meine Gedanken waren zu oft "J'ADORE, J'ADORE, J'ADORE"

FAST TRACKING



Wäre ich in HH, würde ich aber sofort FAST TRACKING ODER DER TOD DER KUNQU-OPER von Kevin Rittberger ansehen. Großartig!

"Das wollen wir Westler von Tschina (so spricht man es nämlich aus) lernen, nicht immer alles zu Ende denken. Etwas einfach passieren lassen und vor allem, was einen selbst betrifft, etwas einfach mal machen. Also: Der Mensch als Baustelle und Vorstellung, Psychotherapie in Zigarettenlänge, Freud ohne Freud. Oder besser: Fast Tracking." Quelle, Infos, Termine: Deutsches Schauspielhaus Hamburg

11/19/2008

177+5



Da wollte ich doch glatt ein Foto von meinen fabelhaften Stiefeln machen und was passiert: sie sind nicht auf dem Bild. Deshalb noch ein zweites.
Neueste Veränderung an mir: Seitdem ich mir einbilde, einen Bauch bekommen zu haben, trage ich Rock! In der Taille, versteht sich.

P.S. Vor- UND Nachteil meines Schuhwerks: Ich bin jetzt definitiv größer als jeder Franzose...

Understatement?





Nachdem ich etwa eine Woche an den Plakaten vorbei gelaufen bin, habe ich gestern plötzlich gemerkt, dass dies die neue McDonald's-Kampagne in Frankreich ist. Was ich davon halten soll, weiß ich bis jetzt noch nicht. Einerseits denke ich, dass der Ausspruch "venez comme vous êtes" (come as you are) den Nagel auf den Kopf trifft, was das Publikum in den hiesigen Filialen anbelangt. Andererseits muss ich aber an die miefigen McDo-"Restaurants" denken, die mit Ihrem Erscheinungsbild und Angebot keineswegs zu diesen lachenden Gesichtern passt. Immerhin ist es authentischer als Topmodels abzulichten...
Was haltet ihr davon?

11/14/2008


Jetzt ist die Fiac schon fast vergessene Vergangenheit und schon folgt die Paris Photo. Eine gute Gelegenheit, meine neuen Stiefel auszuführen. Eine Dokumentation folgt...

11/09/2008

Objects of desire



In Paris ist man ständig am Shoppen.
Falsch gedacht. Denn die schönen Dinge sind einfach zu teuer oder oder man findet sie nicht, da man keine Zeit zum Suchen hat! Unter die erste Kategorie fallen diese beiden Schuhe von repetto, die mich sehr sehr reizen.

Sollte ich zu Weihnachten in Deutschland den Anschein machen, drastisch abgenommen zu haben, liegt es daran, dass ich mein Essensgeld in diese schönen Objekte investiert habe.