8/06/2009


Happy Birthday Monsieur Hervan!

Wertewandel?


Welche Werte bestimmen die Diskussion der User im World Wide Web?

In einer aktuellen, vom Trendbüro veröffentlichten Studie* werden 12 Werte herausgestellt und ihre Bedeutung in unserer heutigen Gesellschaft diskutiert. Grundlage für die Analyse sind über 150.000 digital veröffentlichte User-Meinungen aus deutschsprachigen Blogs, Foren und Communities. Aus diesem Stimmungsbild des Wertekosmos wurde der folgende Werte-Index festgehalten:

1. Freiheit
2. Erfolg
3. Familie
4. Gesundheit
5. Sicherheit
6. Natur
7. Einfachheit
8. Anerkennung
9. Gerechtigkeit
10. Gemeinschaft
11. Authentizität
12. Selbstverwirklichung


"Norbert Bolz, Medienphilosoph an der TU Berlin, definierte die zwölf Wertekategorien, auf denen der WerteIndex aufbaut. Er beschreibt die Gegensätze Freiheit und Bindung als das zentrale Wertepaar, auf das sich alle anderen Werte beziehen. Diese Gegensätze zeigen sich nicht nur in den Charts, sondern auch in der User-Diskussion des Spitzenwertes Freiheit selbst. Die Konflikte zwischen Freiheit und Sicherheit, Unabhängigkeit und Verbindlichkeiten, individualistischem Lebensentwurf und gesellschaftlichem Zusammenhalt stehen im Mittelpunkt. Diese Spannungsfelder markieren das entscheidende Dilemma des modernen Menschen: die Auflösung des Widerspruchs zwischen Individualismus und Zugehörigkeit.
Freiheit steht im Mittelpunkt des Wertekosmos. [...]"

Auf der Homepage des Trendbüros gibt es die ausführlichen Ergebnisse der Studie nebst einer Zusammenfassung des Trendtag-Workshops als Leitfaden für alle diejenigen, die die Theorie des sozialen Reichtums in die Praxis umsetzen wollen.


*Herausgegeben von Peter Wippermann und Maria Angerer; die gedruckte Auflage ist ab dem 10. August im Handel erhältlich, ca. 80 Seiten zum Preis von EUR 28,– inkl. MwSt.

7/28/2009

Sunrise




Ich weiß nicht mehr wo und wann ich diese an einer Wand klebenden Blätter photographiert habe.

Ich erinnere mich an einen Keller und an viel Text, ein Sammelsurium von leeren Lebensmittelpackungen an den Wänden und die Städte Hamburg und Paris. Genauso erinnere ich mich daran, dass mir die Bilder nicht zugänglich waren.
Jetzt versuche ich es erneut mit einer anderen Perspektive.

7/22/2009

They don't listen to me

I talk to the trees? Ich glaube, damit werde ich bald anfangen.

Nun wohne ich seit annähernd zehn Monaten in Paris, arbeite und kommuniziere hier. Wenn ich den Tag über allein bin, denke ich zwar auf Deutsch und bei so manchem schriftlichem Verkehr sehe ich schnell mal eine Vokabel nach, aber sobald ich den Mund aufmache, kommen die Sätze auf Französisch heraus.
Das hört sich schön und gut an, ist aber in Wirklichkeit sehr viel schwerer: Es kommt ja schließlich beim Sprechen auf den Inhalt an und nicht nur die Tatsache, dass man sprechen kann.

Im Alltag sieht es dann so aus,
- dass mehrere Franzosen brabbeln und DU daneben stehst als hättest du nichts beizutragen. Dass du außer minimalen Kommentaren und Gesten noch nicht schnell genug Inhaltliches einwerfen kannst, weiß ja keiner!
- dass du etwas fragst und eine völlig andersartige Antwort erhältst. Das mag dann daran liegen, dass du dich zu kompliziert ausgedrückt hast oder einfach ein falsches Wort benutzt hast. Natürlich bist in diesem Fall du derjenige, der den Fehler bei sich sucht.
- dass der höfliche Franzose, sobald er deinen Akzent hört, anfängt, auf Englisch mit dir zu sprechen. Leider ist das meist unverständlich und höchst unbefriedigend dazu, wenn du dann noch wie ein Tourist behandelt wirst...
- dass du als humorlos und schüchtern abgestempelt wirst, weil du die Witze nicht verstehst und meistens nur über deine eigenen lachst - die du jedoch niemals so auf Französisch erzählen kannst, dass sie für den Franzosen lustig sind.
- dass auch Körpersprache in Frankreich bzw. Paris ganz anders interpretiert wird. Siehst du jemanden freundlich an, nimmt er das persönlich. Willst du dich dann aber nicht unterhalten oder reagierst auf die Kontaktaufnahme nicht, wirst du manchmal sogar angeschimpft.
- dass dir in Bewerbungsgesprächen von Personalern unterstellt wird, etwas anderes sagen zu wollen ... und dir im Endeffekt ein Defizit hinsichtlich der Sprache attestiert wird! Merci dafür!

Resultat: Besonders in den letzten Wochen habe ich das Gefühl, ich verkümmere intellektuell aufgrund von mangelndem tiefgründigem Austausch!
Wo soll man mit den Gedanken hin, wenn sie den Kopf nicht verlassen können?
Fühlen sich so auch Kinder mit reduziertem Wortschatz?

Rede ich mit den Bäumen kann ich mir wenigstens einbilden, dass man mich deshalb nicht ernst nimmt...

Sie verstehen mich.



MusicPlaylist
Music Playlist at MixPod.com

7/19/2009

Sonntagsarbeit


Am siebten Tag wird konsumiert? Wenn es nach Sarkozy geht: JA.

Ich arbeite mich gern am Sonntag durch's Internet oder noch lieber durch einen Berg Magazine.

Einen schönen Start in die neue Woche wünsche ich euch!
Bon début de semaine a tous!

7/12/2009

Beautiful Life


Désolée, désolée, eine ungewollte Sommerpause hat sich eingeschlichen. Das mag daran liegen, dass ich einfach zu viel gearbeitet habe, Denise zu Besuch hatte, Nate in den Sommer-Urlaub entlassen und Killians Abschied gefeiert, Kunst von Kandinsky und Andy Warhol bestaunt habe, einem Kaufrausch aufgrund der SOLDES verfallen bin und gestern dann zu viel zu harter Musik von Jeff Mills tanzen musste.

Die Erkenntnis kommt immer zu spät. Aber nun weiß ich, dass es hier weiter geht.
... Und dass ich gestern den besseren Abend verpasst habe!

Daraufhin gibt es heute "Beautiful Life" – Gui Boratto

6/27/2009

Farbenfroh in den Sommer


Bild via gaypride.fr

Paris tanzt und feiert und hört nicht mehr auf: nach dem Fest der Musik am letzten Sonntag, an dem ausnahmsweise bis in die Nacht getanzt wurde, folgt heute die große GAY PRIDE Parade, der Marsch für Gleichheit und Gerechtigkeit, das Pariser Rock-Pop-Electro-Festival Solidays, Jazz-Liebhaber feiern im Park von Vincennes ... und der Höhepunkt für alle Franzosen ist natürlich der Nationalfeiertag am 14. Juli.

Die Feier-Periode für alle Modesüchtigen hat natürlich auch mit viel Trara und farbenfroh begonnen. Stichwort: SOLDES! Auf der offiziellen Shopping-Website könnt ihr euch noch bis zum 25.7. eueren individuellen Shopping-Parcours zusammenstellen.

Ich bin schon jetzt überfordert!

6/15/2009

1, 2, DREI!


© Nouvelle Vague


Eine neue Freude: Das dritte Album von Nouvelle Vague ist heute erschienen. Und wenn es genauso gut ist, wie die letzen beiden Alben (2004 und 2006), dann kann man wahrlich sagen "[...] they take the songs that you adore and make you fall in love with them all over again."

In Deutschland müsst ihr euch noch bis Anfang Juli gedulden, aber reinhören und informieren können sich alle schon mal HIER.

Featuring
Depeche mode’s Martin Gore
Ian McCulloch of Echo And The Bunnymen
Terry Hall of the Specials and Funboy Three
Magazine’s “Parade” sung by Barry Adamso
What are you going to do with the rest of your life?

6/08/2009

CUT



Alles neu, alles anders:
neuen coupe schneiden lassen,
neue Schuhe gekauft,
neue Menschen getroffen,
neue Orte kennen gelernt,
neue Krankheiten ausprobiert,
neue alte Arbeit wieder angefangen,
neue Motivation hergezaubert.
Und irgendwie passiert doch jeden Tag etwas Neues!

Nur meine deutsche Telefonnummer habe ich immer noch nicht still gelegt, um mich auf meine neue französische zu konzentrieren - auch wenn das Telefon sehr sehr still ist.

Allô?

WE LOVED MUSIQUE







Es war perfekt! Die Nacht, die Musik, der Morgen, das noch warme pain au chocolat auf dem Heimweg ... und die Sonne ging auf.

Richie Hawtin
Magda
Barem


Einen kleinen Eindruck könnt ihr euch hier verschaffen.

6/01/2009

5/28/2009

WE LOVE MUSIQUE


Das Festival VILLETTE SONIQUE hat schon seit dem 27.5. begonnen und ich bin immer noch nicht informiert, was ich mir alles ansehen möchte. Gott sei Dank habe ich schon mein Ticket für die viel versprechende Reise from the body to the mind in der Tasche – denn: I LOVE MUSIQUE und I LOVE ART!


Die Agentur, die gute Musik kennt: We Love Art


...Wenn das nicht etwas zu viel Liebe auf einmal ist!

5/19/2009

Make The Girl Dance*

Kaum habe ich mal kurz Paris verlassen und mache meinen Computer in der guten braven Heimat an, stoße ich auf diesen neuen Clip "Baby Baby Baby" (siehe unten). Mmmhh...

Jetzt werde ich aber erst einmal das Hamburger Programm studieren. Nach der kurzen Akklimatisierung und Wiedersehfreuden mit Maman et Papa, Polly, Christin, gab es gestern schon ein romantisches Regen-Picknick unter einer Trauerweide auf den Alsterwiesen mit Denise. Andere wichtige Vorhaben: Haare kürzen lassen mit Sheila, die Ausstellungen Visual Leader 2009, Cecily Brown und Herbert Tobias in den Deichtorhallen, das traditionelle Kirschblütenfest am Freitag über der Alster, Erkundung der Lichtkunstinstallation aus Wassertanks "Kubik" an den Elbbrücken, ..., und der Besuch von Hamburger Einmaligkeiten mit meinem zu Besuch kommenden Mitbewohner.

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Deshalb: Los jetzt!

A propos Musik: Ich bin schon sehr gespannt auf das neue Album von Sébastien Schuller ("Evenfall", dispo 25. Mai), möchte mir unbedingt das neue Album "Harbour Boat Trips - 01: Copenhagen" von Trentemøller anhören und bin schon jetzt vom zweiten Streich aus der Reihe Live At Robert Johnson begeistert: Prins Thomas. Und dann noch: "Joy" von Scratch Massive, als zehnminütige Probe HIER.




* Make The Girl Dance

5/15/2009

Bravo!


Illu via Colette

Bevor es morgen früh um 7h30 (Abflug!) los nach Hamburg geht, habe ich heute natürlich noch fleißig Geschenke geshoppt. Bei Colette konnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mir auch noch die derzeitige Ausstellung von Soledad Bravi ansehen.
Die Pariser Illustratorin, deren Bilder allen französischen ELLE-Leserinnen nur zu gut bekannt sind, hat nun auch die Gestaltung mehrer Produkte übernommen. So werden bald bei Monoprix Kalender, Notizbücher oder Täschchen mit den Illustrationen von Soledad in den Regalen stehen, eine Buchreihe zeigt die Damen auf dem Cover und auch Pierre Hermé hat eine Serie von Geschenkboxen für seine Makronen von ihr gestalten lassen. Am liebsten hat man doch aber eines der Bilder von Soledad Bravi in Großformat bei sich in der Wohnung hängen! Ich könnte mich gar nicht entscheiden... aber natürlich gehört das Motiv "Je suis trop parfaite" (180 x 100 cm, 2009, 4000 Euro) zu meinen klaren Favoriten!



Colette zeigt noch bis zum 30. Mai die Illustrationen von Soledad Bravi in der Galerie. Zahlreiche Produkte sind in diesem Zeitraum auch in Vorpremiere bei Colette zu erhalten.
Wer Infos zu den Werken und den Preisen haben möchte, schreibe einfach an galerie@colette.fr

5/11/2009

Heimat


Aus Liebe zum Grün,
aus Liebe zur Luft,
aus Liebe zu den Kirschblüten,
aus Liebe zum Hafen,
aus Liebe zur Hausmannskost,
aus Liebe zur Zurückhaltung,
aus Liebe zur Familie,
aus Liebe zum Bekannten,
aus Liebe zu euch,
komme ich in die Heimat.

Wo sonst kann man ein so schön graues Bild machen als in Hamburg?

Die Reise geht am Sonnabend los und endet 10 Tage später.

5/09/2009

Face-Hunting à Paris

Paris part 1 on Vimeo.


Manchmal veröffentlicht der Streetfotograf Yvan Rodic, auch als der Facehunter bekannt, kleine Filme, die dann auf seiner Website The Facehunter Show zusehen sind. Es geht um Mode, Gesichter, Blogs, Shows, Kunst, Momente.
Jetzt ist auch Paris part 1 online! Die Stadt der Liebe zur Mode...

Bon week-end. Auf dass die Musik euch trägt.

5/08/2009

V-E Day

V-E-Day steht als Abkürzung für "Victory in Europe Day" und bezeichnet das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8. Mai 1945.

In vielen europäischen Ländern, so wie auch in Frankreich, wird er als Tag des Sieges bzw. als Tag der Befreiung gefeiert und ist ein Nationalfeiertag. Aber auch in der Bundesrepublik Deutschland ist der 8. Mai als Gedenktag nicht mehr wegzudenken: Der 8. Mai steht für den Neuanfang, Befreiung von Krieg und NS-Dikatur.

(Detaillierte Informationen z.B. von der Bundeszentrale für politische Bildung)


Aujourd'hui, on fète la victoire des Alliés sur l'Allemagne nazie et la fin de la Seconde Guerre mondiale en Europe.

5/07/2009

Mitten durch's Herz.



Aus und vorbei?
Das Flèche d'or, einer der Orte in Paris, an dem man fast jeden Abend in der Woche (kostenlos) neue Bands entdecken konnte, hat am 30. April zu einer letzten Konzert- und Club-Nacht eingeladen.

Das Problem lag darin, dass sich das Flèche d'or in einem alten Bahnhof befindet, der natürlich nicht für Konzertzwecke ausgebaut wurde. Trotz viel Charme und Individualität des Ortes haben sich die Anwohner mehr und mehr beschwert - bis die Schließung oder wahlweise eine Renovierung angeordnet wurde. Der letzte mir bekannte Stand: Schließung aufgrund zu hoher Renovierungskosten.

Leider ist das nicht das erste mal, dass in Paris ein Club oder ein Kultur-Ort schließen muss, da die Mieten o.ä. zu hoch sind. Dort, wo es um die Musik geht, um eine kulturelle Bewegung, um Überzeugung und nicht das Geld und der Kommerz im Vordergrund stehen, fragt man sich bei jedem Besuch, ob es vielleicht der letzte war.

Auf der Suche unter dem Motto:

It's not over yet!


Musik von den Klaxons (Brodinski Remix)
via Fairtilizer

5/06/2009

Nº 5



Die Reise ins Chanel-Universum geht weiter. Nach dem ersten Film über die Jugend-Jahre von Gabrielle Chanel, wurde gestern der neue Spot für das berühmteste Parfum Chanel No 5 veröffentlicht und bald können wir die heimliche Liebesgeschichte zwischen Coco Chanel und Igor Stravinsky (weitere Infos z.B. in der BZ: hier) im Kino ansehen.

Das Gesicht im neuen Spot für den Chanel-Klassiker No 5 ist ebenfalls Audrey Tautou, die die Hauptrolle im derzeitigen Kinofilm "Coco avant Chanel" spielt. Die französische Schauspielerin verdrängt damit die bisherige Markenbotschafterin Nicole Kidman.
Der kurze Film "Train de Nuit" von Regisseur Jean-Pierre Jeunet zeigt das Schicksal eines Mannes und einer Frau, die sich in einem Nachtzug ineinander verlieben - verbunden durch den Duft Chanel No 5.

Wer sich für die lange Variante des Spots, Hintergründe zum Film oder die Geschichte des Parfums Chanel No 5 interessiert, kann sich dies alles HIER ansehen und anhören.
Neu ist, dass der Modekonzern für die Kampagne vorerst ausschließlich das Internet als Medium nutzt: der Film ist auf der Homepage von Chanel und den Websites Gala und MSN zu sehen, bevor er an Weihnachten auch im Kino und im deutschen TV gezeigt wird.

Ich persönlich bin (noch) nicht so recht überzeugt von diesem neuen Chanel-Bild, was an erster Stelle an den Schauspielern liegt... Zu jung? Zu fern? Zu ??
Meine Assoziationen zur No 5 sind nach wie vor: Zuhause und Maman.

4/29/2009

Die Küche des 21. Jahrhunderts



Von Luft und Liebe leben?
In Paris beschränkt man sich auf kalorienfreie Luft – und damit der Dame trotzdem nichts fehlt, schmeckt die Luft nach Schokolade.

Die neue gustative Sensation, die es ab heute, 29. April, im Pariser LaboShop zu kaufen gibt und dann auch auf Welttournee geht, heißt „Le Whif“ und ist ein Geschmacks-Inhalator. Entwickelt wurde der kleine Taschen-Inhalator, der sechs bis acht Genuss-Momente in sich trägt, von den Experten David Edwards und Thierry Marx – der eine der Laborinhaber, der andere Grand Chef im Relais & Château de Cordeillan-Bages in Pauillac, das mit zwei Sternen im Guide Michelin ausgezeichnet wurde.

Und so funktioniert das emotionale Erlebnis:
1. Den Whif zwischen die Lippen nehmen
2. Einatmen: Kakao-Mikropartikel strömen in den Mund und verteilen sich am Gaumen und auf der Zunge
3. Die vergängliche, intensiv schokoladige Explosion genießen


Nicht nur mir kann der Inhalator durchaus gefallen, wenn er hält was er verspricht. Auch meine derzeitigen Landsleute sind sehr kalorienbewusst: Laut einer Studie, die im April vom Institut national d’études démographiques (Ined)* veröffentlicht wurde, sind die Franzosen im Vergleich zu den europäischen Mitbürgern die „dünnsten“ – und zur gleichen Zeit die unzufriedensten mit ihrem Gewicht. Schätzen sich viel mehr Frauen in Spanien, Portugal und Großbritannien als schlank oder zu dünn ein, obwohl sie es gar nicht sind, halten sich die Französinnen verhältnismäßig öfter für zu dick.
In Europa liegt der durchschnittliche BMI Wert (Body Mass Index: Gewicht geteilt durch Größe im Quadrat) der Frauen bei 24,5 und bei den Männern sind es 25,5. In Frankreich sind die Werte 23,2 und 24,6. Stellt man dann noch die Briten daneben: Frauen 26,2 und Männer 26.

Frankreich ist das Land in Europa, in dem das Untergewicht** ein besonders hoher Wert zugemessen wird.
Mehr noch würden mich allerdings die Zahlen interessieren, die sich nur auf die Pariser Bevölkerung beziehen.

Also, Schluss mit Messer und Gabel und ran an den Geschmacks-Inhalator!


*Die Studie wurde von Thibaut de Saint Pol vom Laboratoire de sociologie quantitative de l'Insee und dem Observatoire sociologique du changement (Sciences Po) herausgegeben.

** Untergewicht beginnt bei einem BMI von 18,5, bei einem BMI zwischen 25 und 30 spricht man von Übergewicht und ab BMI 30 beginnt die Fettleibigkeit.

4/28/2009

Sinnvolle Kunst?


Muss ein Kunstwerk einen Sinn haben bzw. Sinn in einem gewissen Kontext ergeben?
Ein Aspekt, der schon zahlreiche Male Anlass einer Diskussion mit meinem Mitbewohner wurde.

Im gleichen Zuge haben wir darüber disputiert, ob Galerien mit der Angabe oder der Nicht-Angabe von gewissen Informationen zu einem Künstler die Interpretationsweise des Betrachters lenken wollen. Auf dieses Thema sind wir nach meinem Besuch der Daniel Templon Galerie gekommen, in der ich mir die Werke von Oda Jaune angesehen hatte. Durch mein Vorwissen über ihr Leben und das des Künstlers Jörg Immendorf, fand ich meine Sicht der Dinge bezüglich der Werke sehr naheliegend.
In der Galerie selbst wurde jedoch in keinem der Informationstexte die Ehe und gemeinsame Zeit der beiden Künstler erwähnt. Einerseits verständlich, da es hier um die Künstlerin Oda Jaune und nicht um ihren verstorbenen Ehemann und Professor ging, andererseits waren Hintergrundinformationen über ihr Leben für mich in diesem Fall wichtig.

Ich weiß es nicht. Braucht man Informationen, um ein Kunstwerk "verstehen" zu können? Muss Kunst Sinn machen?

Vielleicht komme ich heute Abend zu mehr Klarheit oder zumindest sinnvollen Denkanstößen, nachdem ich mir die Diskussion zu diesem Thema im Grand Palais angehört habe (siehe Einladung oben).

4/22/2009

Vanité Nº 13





Gestern hat wieder einmal die Kunst einen öffentlichen Ort inmitten der Großstadt verzaubert. Einen Abend lang war das Rathaus des 10. Arrondissements kein Ort des Rechts mehr, sondern eine große Manege, in der mehr als 10 Künstler zur gleichen Zeit eine farben-, klang- und bewegungsfrohe Performance gezeigt haben: "Vanité Nº13, Munificence", ein Spiel mit der Einbildung.

Die Performance/Installation wurde vom Plastiker Luis Pasina entwickelt und in Zusammenarbeit mit Ton- und Videokünstlern sowie Tänzern einmalig aufgeführt. Die reine Installation ist noch bis zum 15. Mai im Rathaus zu sehen. Luis Pastina leitet das in Paris einzigartige Kulturzentrum Théâtre de verre, das für seine Latino-Tanzabende und alternativen Konzerte bekannt ist (und in dem ich mich demnächst dank meines argentinischen Mitbewohners zu einem Tangokurs trauen werde?).

Ich fand die Bespielung schön und noch schöner, da dieses Rathaus eines meiner Lieblingsbauten in Paris ist und es schon allein eine gewisse Magie ausstrahlt...


Vanité n°13, Munificence est une installation/performance plastique, visuelle et sonore dirigée et conçue par le plasticien Luis Pasina.
Cette œuvre sur le thème des vanités a orné hier soir le hall de la mairie du Xème arrondissement de Paris. L’installation/exposition se tiendra encore jusqu'au 15 mai.

4/20/2009

Coco vor CHANEL



Coco Chanel, geboren 1883, ist eine Heldin der Frauenbewegung, der Archetyp einer Frau, die sich aus eigener Kraft durch Talent, Intuition und geschicktes Networking eine glänzende Karriere aufbaute. Fast vierzig Jahre nach ihrem Tod wirkt sie so radikal und modern wie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Sie schaffte es als erste Frau an die Spitze der Modebranche, befreite das weibliche Geschlecht von der eingeschnürten Taille, ersetzte die überladenen Kopfbedeckungen ihrer Epoche durch schlichte Strohhüte und führte ein wildes Privatleben. Chanel war frei, unabhängig und mutig. Sie kam aus dem Nichts und starb als Ikone. [...]

Was ist das Geheimnis dieser Frau? Wie schaffte sie es nach oben, wer prägte sie? Die Regisseurin Anne Fontaine hat Antworten auf diese Fragen gesucht. Ihr Film Coco avant Chanel mit Audrey Tautou, der in Frankreich jetzt (und in Deutschland im Sommer) ins Kino kommt, widmet sich den unbekannten Entwicklungsjahren von Gabrielle "Coco" Chanel: ihrer armseligen Kindheit und den Jahren zwischen 20 und 30. (weiterlesen in der ZEITonline)

...Ich freue mich schon sehr auf diesem Film!

4/15/2009

Birthday Party




Ich werde also positive Emotionen dank Musik ausschütten anstatt Steine zu werfen...

Herzlichen Glückwunsch Smallville!

...Erst muss ich allerdings gesund werden. Ich eifere zur Zeit meinem doppelten Lottchen nach und kämpfe gegen kranke Nieren.
Où es-tu? Tu me manques!

4/07/2009

Die ersten Schritte sind wertlos,
wenn der Weg nicht zu Ende gegangen wird.


Parminder Singh

4/05/2009

transdisziplinär, multikulturell, dysfunktional

Dieses Wochenende: das internationale Kunstfestival EXIT im Maison des Arts in Creteil.

Besonders beeindruckt haben mich die Performance "Bleu Remix" von Yann Marussich und die moderne Tanzperformance "Hell on earth" der argentinischen Chorégraphin Constanza Macras, bevor der Abend der Labels Kill the dj begann.



In seiner mit Medizinern erarbeiteten Live Performance "Bleu Remix" sitzt Marussich regungslos in einem Glaskasten. Nach und nach treten seine blau gefärbten Körperflüssigkeiten aus – blaue Tränen, Flüssigkeit aus Mund und Nase und schließlich dringen kleine Tröfpchen aus allen seinen Hautporen – bis diese seinen Körper fast gänzlich bedecken.
Die musikalische Darstellung der Körpergeräusche Marussichs übernahm Dj Chloé an diesem Abend.

Yann Marussich ist ein Künstler, der seinen Körper in seinen Kunstperformances zu etwas Surrealen in den Augen der Betrachter macht. Der ehemalige Tänzer spielt mit den Themen Innen – Außen, Unbewusst – Bewusst.
Marussich lässt den Menschen ebenfalls zu einem Gegenstand in der heutigen Welt der digitalen Technologien werden und zeigt, wie der Körper einzig als Medium wahrgenommen werden kann.

Sieht man sich die Mediengeschichte an, so wurden Medien in den 60er Jahren von Theoretikern wie Marshall McLuhan erst einmal als Erweiterungen des Körpers gesehen, die das menschliche Handeln ersetzen oder optimieren: Fernsehen als Verlängerung der Augen, Telefonieren als Verlängerung der Ohren etc. Sein Medienbegriff war allerdings sehr weit gefasst, so dass fast alle Gegenstände mediale Eigenschaften beinhalteten. Den Computer, wie wir ihn heute kennen, gab es damals natürlich noch nicht. Marussich arbeitet als Künstler ebenfalls mit dem Körper als zentrales Objekt, von dem er immer ausgeht. Für seine Arbeiten sucht er sich dann weitere nötige Medien, niemals aber in anderer Richtung.



Die gleichzeitig zum Denken anregende wie mitreißende Tanzvorführung "Hell on Earth", getanzt von Berliner Jugendlichen, handelt von den Erfahrungen, Gefühlen und Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und dem Leben in einer fremden Kultur.



Der Kill the dj Abend mit:
- Jennifer Gentle
- Krikor, Akustik-Performance mit sechs Musikern
- Penelope Edmund
- Discodeine
Und dann ab ins Rex für die Nacht mit Chloé und André Kraml.

Fazit: Bonheur!

4/02/2009

L'art de la rue


Öffentliche Plätze, Straßen oder Wohnsiedlungen waren schon immer die Orte, an denen sich Kreative aller Arten gezeigt oder verewigt haben. Seit geraumer Zeit sprechen wir aber über den die Designer inspirierenden Streetstyle in der Mode oder nennen Graffiti nicht mehr Schmiererei sondern Street Art.
Auf der diesjährigen Kunstmesse ART PARIS neben dem Comic ein weiterer Schwerpunkt, wurden zahlreiche Werke von Street Art-Künstlern gegenübergestellt und an einer weiteren Wand konnte man die Entstehung unterschiedlicher Werke miterleben.

Weiter geht es jetzt im Grand Palais: Dort kann man noch bis Ende April circa 300 großformatige Street Art-Kunstwerke unterschiedlicher Stile und Generationen betrachten und sich mit dem künstlerischen Wert auseinandersetzten.

In diesem Zusammenhang empfehle ich die Auseinandersetzung mit Kultur im Sinne der Cultural Studies. Stichwörter: Subkultur, Macht, Medien, Identität.

Bonne journée!

3/27/2009

Global faces

Erst vor zwei Tagen habe ich eine Veranstaltung besucht, in der es um das Thema Trends und Moden, Schnelllebigkeit, Dezentralisierung der Macht und Einflüsse im Bereich der Mode ging. Einen hohen Stellenwert in der Diskussion hat das Thema Internet eingenommen, durch das jeder in der Lage ist, Bilder und Informationen schnell zu verbreiten, verschiedene Standpunkte von Menschen aus der ganzen Welt (fast) einzuholen, Inhalte zu kommentieren etc.
In diesem Bereich für mich ein „akzeptiertes Phänomen“, da ich selbst jeden Morgen anstatt eine Zeitung zur Hand zu nehmen meinen Computer einschalte und diverse Blogs ansehe, ist mir eines noch weitestgehend fremd: die Kommunikation in und mittels Online Communities.

Seit meiner Ankunft in Paris im Oktober 2008 musste ich immer wieder feststellen, welch einen hohen Stellenwert nicht nur das Internet selbst (kostenloser Wlan-Zugang selbst auf Spielplätzen!), sondern vor allem die Community Facebook hier hat. Schnell bemerkte ich: meine Chefin, die Kollegen, mein Argentinischer Mitbewohner, die Freundinnen aus Spanien und Italien ... ALLE haben sie ein Konto dort und tauschen wie selbstverständlich ihre Alltags-Neuigkeiten aus.

Ist das die Zukunft?

Laut einer im März 09 erschienenen Studie der Nielsen Gesellschaft, die sich mit sozialen Netzwerken befasst, dient das Internet heute nicht mehr vor allem der Informationssuche und zum Schreiben von E-Mails. Das „Social networking“ schiebt sich immer mehr in den Vordergrund: die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen in den USA und vielen anderen Ländern der Welt sich öfter und länger in sozialen Netzwerken aufhalten oder Blogs konsultieren als Nachrichten per E-Mail zu versenden.

Auch wenn das Suchen von Informationen immer noch den ersten Platz belegt, kann man an den stetig gewachsenen Mitgliederzahlen in den verschiedenen Online Communities sehen, wie sich die Internetnutzung verändert.
„Germany arrives later to the social network party“ (S. 3) lautet eine Überschrift in dem Nielsen Report, aber dafür ist Deutschland in Europa das Land mit dem größten Wachstum in Bezug auf die Internet-Gemeinschaften im Untersuchungszeitraum Dezember 2007 bis Dezember 2008. Waren im Dez 2007 nur 39% der Internetnutzer in Online-Gemeinschaften tätig, waren es im Dez 2008 schon 51%.
Sieht man sich nur Facebook an, ergibt sich im genannten Zeitraum in Bezug auf die in/mit Facebook verbrachte Zeit eine Steigerung von 566% - und längst sind es auch nicht mehr nur die Jugendlichen, die sich dort austauschen, der größte Zuwachs laut Nielsen lag bei den 39-45 Jährigen (siehe S.5, Tabelle 5).

Mehr Zahlen, Statistiken und Prognosen könnt ihr dem Nielsen-Bericht entnehmen.

Ich werde mich jetzt erstmal als „Neukunde“ durch Facebook klicken. Mal sehen, ob ich mich auch anstecken lasse und bald die Faszination an dieser Anwendung teile...

3/25/2009

Happy up here



Endlich wieder neue Musik von Röyksopp!
"Junior", released: 23. März

(Directed by Reuben Sutherland, dessen Spot für Ikea ich sehr gut finde... Hier u.a. anzusehen)

3/24/2009

Piano, Pandas, Paris ART




Vier Tage voll Inspiration, neuen Erfahrungen und Gedanken:

1. Vorstellungsgespräch
2. "Mélodies et héroines romantiques françaises", soprano et piano
3. Vortrag zum Thema Cultural Studies mit David Morley, Centre Pompidou
4. Zhao Bandi Panda Fashion Show
5. Natürlich Fotos im Photomaton geschossen
6. Kunstmesse art paris
...und das alles mit mittlerweile angenommenem, neuem Haarschnitt.

Mein Highlight, die Fashion Show des Künstlers Zhao Bandi im Palais de Tokyo werde ich später auch noch ausführlicher kommentieren. Dank der Betrachtung weiterer Werke des Künstlers auf der ART PARIS konnte ich die Panda-Show erst richtig einordnen: Kritik an der modernen chinesischen Gesellschaft, eingehüllt in den Glamour der heutigen Zeit.

3/20/2009

C'est la fête du macaron!


© Pierre Hermé

Die kleinen, runden Köstlichkeiten bestaunen und bestellen: bei Pierre Hermé. Miam!

3/18/2009

Don't stop!


Illu via garance doré

Warum gehen wir eigentlich zum Friseur? Um lediglich die Haare nach einer gewissen Zeit kürzen zu lassen oder um uns anders, cooler, glamouröser, frischer zu fühlen, sprich uns zu wandeln?

Ich glaube, der erste Aspekt zwingt uns, den Gang zum Friseur zu machen, aber den zweiten Aspekt erwarten wir. Und wenn das "Lebensgefühl" sich nicht ändert, sind wir enttäuscht. So wie ich gerade. Eigentlich ärgere ich mich aber nur über mich selbst, da ich mich mal wieder nicht getraut habe, kurzen Prozess mit meiner Haarpracht zu machen.

Auf dem Friseurstuhl gab es die Standardfragen zum Wandel: Was bleibt? Wie der Stil? Länge? Brav oder rockig? - und was mir in diesem Moment nur eingefallen ist: irgendwie gleich, aber doch anders, nicht zu stufig, aber auch nicht zu langweilig, kein Mini-Pony, nein, nicht komplett anders... eigentlich gefällt mir mein Scheitel sehr, aber ich fühle mich total langweilig!
D'ACCORD und los ging es. Zip zap.

Nun bin ich zu Hause und fühle mich wie vorher. Nur die Haare sind kürzer. Einerseits ist es besser, aber andererseits habe ich nun obendrein eine Frisur, die für mich nicht zählt: meine Haare sind nicht mehr lang, aber sie sind auch nicht kurz. Sie sind MITTELLANG! Das ist wie KEINE Meinung haben! Das ist wie ein Wechsel von Weiß zu Crème!!

Und was mache ich jetzt?
Erst einmal warten, ob meinen Mitbewohnern etwas zu meinem neuen Schnitt einfällt, dann eine Nacht schlafen und morgen weiter sehen.

3/16/2009

Finalement printemps!


Gestern ist endlich der Frühling in Paris eingezogen. Nate und ich haben uns zwar noch nicht in unsere Minikleidchen geworfen oder die Flip flops angezogen, wie so manch andere Sonnenanbeter in den Pariser Straßen, aber wir haben uns nach einem Spaziergang in den Park de Belleville gesetzt und ebenfalls die Sonne genossen. Schön war das! Und im Anschluss gab es dann den ersten "Sommer-Salat" des Jahres...

3/12/2009

5 Jahrzehnte Barbie


Barbie war im Trend, ist im Trend und wird wohl immer im Trend bleiben. Und deshalb feiert Barbie ihren 50. Geburtstag nicht irgendwo, sondern bei Colette in Paris, vom 9. bis 28. März.

Was man aus diesem besonderen Jubiläum machen kann, ist fast unglaublich:
"For the occasion, a "Barbie room" will be installed on the first floor presenting Jeremy Scott’s collection of Barbie clothing and accessories as well as various exclusive products: MP3 players, jewels by artist Margaux Lange, Barbie Rocks of Beverly Hills jewellery, Stila Make-up, stationery, Dylan’s Candy Bar sweets and also a brand new line of beauty products.
Limited edition collaborations with designers selected by colette will also be available, among which Married to the Mob t-shirts, a Bless hairbrush, an Uslu Airlines 219c pink nailpolish, a hat-bag Azumi & David, Linda Farrow glasses, Alexis Mabille bow ties, a Goyard trunk, a Jawbone headset, Domestic stickers, Bruno Frisoni stilettos, original creations by des créations originales de Andrea Crews... Even the water-bar will be Barbie style with a special edition of dessert Le Baiser by Ladurée."


Wer die Barbies und Kens noch im Schaufenster von Colette sehen möchte, muss sich allerdings beeilen, denn am 16. werden die Puppen wieder abgebaut. Dann gibt es aber natürlich immer noch den Spezial E-shop mit allen Produkten rund um Barbie....


P.S. Ich hatte als Kind übrigens keine Barbie. Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen oder?

3/08/2009

Oberkampf


Ich mag mein Viertel.

3/06/2009

Joshua Petker



© All rights reserved by the artist

"I see the bright neon colors like too much sugar. Like the way too much happy, makes you sick to your stomach. Not sure why I'm attracted to that. Life is brutal yet so awesome and great! I think I'm trying to paint what I cannot to say."
(Interview auf Fecal Face)

In Vorfreude auf ein Kunstwochenende mit zahlreichen Galerie-Besuchen, bin ich über ein Interview mit dem Künstler Joshua Petker gestolpert. Aufgrund der intensiven Farben und der zahlreichen Frauenmotive fielen mir die Bilder erst nur auf, gefallen haben sie mir nicht ... aber um so interessanter finde ich die Kunst von Petker nach langem Betrachten und der Lektüre.

UPDATE


Die Pariser Achterbahnfahrt geht weiter.

Nach Beendigung meines Vertrages bin ich nun auf der Suche nach einer neuen, mir zusagenden und geldeinbringenden Beschäftigung. Neben den seriösen Bewerbungen, habe ich mich auch bei einer Event- und Promotionagentur beworben, die für die Mode-Défilés in Paris arbeitet. Nach Bewerbung, Auswahlgespräch auf französisch und englisch (im Rock!) bin ich sodann dank meiner Sprachkenntnisse, meiner Größe und natürlich meines höflichen Auftretens in der Agentur aufgenommen worden.
Bis dahin war noch alles gut und ich motiviert.
Vielleicht mangels Kenntnisse dieser Branche wurde meine Motivation jedoch gestern abrupt beendet: Ich wurde zu einer Schulung eingeladen, die die Rekrutierung abschließen sollte. Dresscode: Kostüm mit Rock, Pumps, Haare zusammengebunden.

Aufgrund dieser Verkleidung kam mir alles wie in einem Film vor. Schon der erste Schritt aus der Haustür bescherrte mir Blicke, die ich nicht zuordnen konnte. In Vorahnung, dass sich meine Füße keinen Marsch mit 8 cm-Absätzen gefallen lassen, hatte ich natürlich meine Ballerinas dabei, zu denen ich – ebenfalls filmreif – zwischendurch wechselte.

Was ich dann gestern gelernt habe: Wie verhält man sich IMMER höflich, wie laufen Castings, Buchungen, Bezahlungen etc. ab und wie habe ich IMMER auszusehen. Das ging mir jedoch entschieden zu weit, da mir mein eigenes Kostüm schon als Verkleidung erschien. Wie sollte es denn werden, wenn ich dazu noch mit Lippenstift und zurückgebundenen und lack-fixierten Haaren und Haarspange auftrete?

Ende der Geschichte: da die Einsätze für die Mode-Défilés schon vergeben waren und ich erst am Mi der nächsten Woche für andere (reichlich unattraktive) Zwecke eingebunden werden sollte, denke ich schon über andere schnelle Verdienstmöglichkeiten nach, die meinen weiteren Aufenthalt in Paris sichern.

Das Schöne, an diesen Erlebnissen ist doch aber, dass ich die französische Kultur von allen Seiten kennen lerne.

Die anderen Kultur-Highlights der letzten Wochen: viele Dîners mit Pablo, Linda, Marion, Inma und auch mal Jérôme, Theâtre einmal mit Marine und auch mit den spanischen Freunden meines Mitbewohners, Geschichten aus Venezuela, Dj Chloé und ich zwischen Anzug-Snobs im Showcase, Touristentour mit Nate plus Besuch aus Hamburg. Am Dankbarsten bin ich Linda, die mir Nachhilfe in „Wie schreibt man eine Bewerbung in Frankreich“ gegeben hat und mir in den letzten Monaten dank ihrer Ausbildung bei allen rechtlichen Fragen zu Seite stand. Auf dass die Fahrt weiter geht!

3/05/2009

Meine lieben Blog-Leser, kann man erwarten, dass man als zahlender Kunde innerhalb eines Monats einen funktionierenden Internetzugang bei sich zu Hause hat?
In Deutschland: Ja.
In Frankreich: Nein! Und den Anbietern ist es scheinbar auch völlig wurscht, einem zu helfen oder einen Techniker zu schicken.

Jetzt stehe ich mal wieder im Centre Pompidou und nutze meine Internet-Freiminuten. Morgen geht's hoffentlich weiter - mit meinen heutigen Erlebnissen: Ich gehöre nun offiziell zu den freien Mitarbeitern einer Event- und Promotionagentur ... und bin mir gerade noch nicht sicher, ob ich diesen Schritt nicht bereue. Ich bin ja zu vielem bereit, um in Paris zu bleiben, aber irgendwo muss man auch Grenzen setzen n'est-ce pas?

2/22/2009

La Collection


Heute habe ich mir die Ausstellung der Kollektion Yves Saint Laurent und Pierre Bergé im Grand Palais angesehen. Kurz: ich bin sehr beeindruckt.

Einzelheiten und Eindrücke gibt es nächste Woche, denn heute muss ich erstmal verarbeiten. Bis dahin hat Christie's schon einmal ein paar kleine Videos DES Ereignisses in Paris erstellt.

Bon dimanche et un bon début de la semaine!

2/17/2009

Mit den Jahren runzelt die Haut.
Die Seele aber runzelt
mit dem Verzicht auf Begeisterung.


Albert Schweitzer

...ein Zitat, dass mir einmal die Motivationsmaschine von Anreas Donder beschert hat. Und ausgerechnet heute stoße ich darauf, wo ich gerade innerlich ein wenig "runzele".

2/10/2009


In diesem Sinne starte ich ab morgen eine etwas "leichtere" Phase, da ich:
1. nicht mehr daran glaube, dass ich ein noch tolleres baguette de tradition finde, wie es der Bäcker im 10e arrondissement backt und deshalb jetzt aufhöre, in jeder boulangerie tradis zu kaufen
2. jetzt auch mein Lieblings-Fondant Coeur gefunden habe
3. leider durch Zufall auf eine Waage gestoßen bin
4. sonst ja nie eine richtige Pariserin werden kann (da klein und dünn!)
5. schöne Kleidungsstücke deshalb immer nur in kleinen Größen finde
6. schon mal die "7 Wochen ohne" antesten
und ich wieder deutsche Diszipliniertheit einführen möchte!

Voilà!

Madame trägt übrigens das Gewand der derzeitigen Coca Cola-Editionsflaschen, by Nathalie Rykiel.

Das Bildnis des YSL


Zur Zeit fällt mir niemand anderes ein, der genauso schön mit einer Mischung aus Langeweile, Ernsthaftigkeit, Melancholie, Traurig-, Überheblich- sowie Gleichgültigkeit in den Augen dreinschauen kann. ...Ich kann es kaum beschreiben, was mich an diesem Bild von Yves Saint Laurent am meisten fasziniert.
Lange kann ich es nicht mehr bestaunen, denn es kündigt lediglich die Versteigerung der von Y. Saint Laurent und Pierre Bergé angesammelten Kunstwerke an, die sich in Saint Laurents Wohnung befanden.

Vom 21.-23. Februar können nun die Werke bei Christie's angesehen werden, bevor sie dann vom 23.-25.2. neue, reiche Besitzer finden. Schade auch, dass ich nur den ersten Terminblock wahrnehmen werde!
(Vielleicht frage ich mal, ob ich später das große Plakat von der Wand bekomme. Was soll das bei Christie's im Keller verstauben!)

2/06/2009

Noch ein Gedanke des 6. Februars 2009: Ich habe kein Internet mehr zu Hause und DAS NERVT!

Wir? Nous? We?

In der Bibliothek im 10. Arrondissement sitzend, um eigentlich nach einem neuen Job Ausschau zu halten, denke ich lieber über das Thema "Sozialer Reichtum" nach. Mein erster Gedanke: die Pariser können auf diesem Gebiet noch EINIGES lernen! Menschliche Beziehungen sind in Paris anders, was mir immer und immer wieder auffällt.
Heute bin ich allerdings zufrieden und möchte einmal nicht über die Franzosen meckern...

Und so lautet der Text, der mich zum Nachdenken angeregt hat (und das Thema zum 14. Deutschen Trendtag im Mai vorstellt):

Wer teilt, gewinnt
„Yes we can“ ist das Motto des Neuanfangs, nicht nur in den USA: Das „Wir“ steht für Hoffnung weltweit. Mit der Finanzkrise ist der alleinige Machtanspruch des „Ich“ implodiert. Die selbstzerstörerische Steigerungslust des eigenen Ego wurde mit dem Verlust der persönlichen, unternehmerischen und gesellschaftlichen Balance erkauft. Konsumenten, Anleger aber auch Unternehmen und Staaten denken um. Nach der erfolgreichen Phase des „I“ und „my“ beginnt jetzt die Suche nach dem „we“.

Die ungehobenen Ressourcen von morgen sind nicht Rohstoffe, sondern menschliche Beziehungen. Nicht Bohrtürme und Schaufellader, sondern soziale Kultur und digitale Netzwerke werden die Beziehungen zu einem neuen Reichtum ermöglichen. Die Begeisterung für die Communities im Web 2.0 ist ein erstes Vorzeichen des Wertewandels. Soziale Normen passen sich den technologischen Möglichkeiten an, soziale Beziehungen werden neu gedacht und gelebt. Es geht um die innere Balance der Gesellschaft. Nach der Versöhnung von Ökonomie und Ökologie am Ende des 20. Jahrhunderts geht es jetzt um die Versöhnung von Profitmotiv und sozialer Verantwortung. „Share and win“ wird zum Programm des Erfolges. Kooperation, Offenheit und das Teilen von Ressourcen werden im Zentrum zukünftiger Wertschöpfung stehen.

2/05/2009

Coupe parisienne, II

Langsam habe ich das Gefühl, meine Haare verfilzen bald, wenn ich nichts tue. Da ich das ziemlich unsexy finde, müssen sie ab!

Nur WIE ist die Frage. Ich kann mich genau an meinen letzten Coiffeur-Besuch in Paris erinnern, der bei mir keine große Freude ausgelöst hat: ein bisschen zu tecktonik. Diesmal sollte es ein wenig gerader ausfallen. Im Notfall kann ich ja immer noch mit blonden Strähnchen Highlights setzen. Pfui! Allein der Gedanke ...

Hat jemand einen guten Rat für mich? Das wäre schön.
Meine Arbeits-Motivation hat seit Anfang des Jahres drastisch abgenommen – was allerdings nur daran liegt, dass man mich auf zwanzig Stunden die Woche reduziert hat und ich mich kaum noch "entfalten" kann. Dank RADIO ROD von Battant, das ich immer anschalte sobald ich die Champs Élysées erreicht habe, starte ich aber wenigstens wieder kraftvoll in den Tag.

1/27/2009

Fashion Week à Paris



Da ich ja nun doch nicht nach drei Monaten aus Paris wieder abgereist bin, habe ich meine Schuhsammlung aufgestockt. Der Neuzugang ist im Vergleich zu meinen schönen Stiefeln noch einmal 2 cm höher und ebenfalls schön braun. Jetzt muss ich nur noch lernen, mit Pariser Eleganz damit zu laufen ... aber für den Notfall habe ich ja bereits das Vokabular rund um Fußverstauchungen gelernt und erfolgreich geübt.

Bei Zeiten folgt dann ein glamouröses Foto meiner Bereicherung!

Und mehr zur Mode à Paris kann man hier nachlesen.

1/20/2009

YES, WE CAN!



Wir werden sehen, ob wir wirklich können...

1/19/2009

Happiness

Heute höre ich schon den ganzen Abend Sébastien Schuller. Auf das Lied "Sleeping Song" bin ich durch den Blog von Garance Doré gestoßen und ich wünschte, es gäbe eine Repeat-Taste auf meiner Tastatur...

Auch die Seite von Sebastien ist einfach (und) schön! Voilà.