6/27/2009

Farbenfroh in den Sommer


Bild via gaypride.fr

Paris tanzt und feiert und hört nicht mehr auf: nach dem Fest der Musik am letzten Sonntag, an dem ausnahmsweise bis in die Nacht getanzt wurde, folgt heute die große GAY PRIDE Parade, der Marsch für Gleichheit und Gerechtigkeit, das Pariser Rock-Pop-Electro-Festival Solidays, Jazz-Liebhaber feiern im Park von Vincennes ... und der Höhepunkt für alle Franzosen ist natürlich der Nationalfeiertag am 14. Juli.

Die Feier-Periode für alle Modesüchtigen hat natürlich auch mit viel Trara und farbenfroh begonnen. Stichwort: SOLDES! Auf der offiziellen Shopping-Website könnt ihr euch noch bis zum 25.7. eueren individuellen Shopping-Parcours zusammenstellen.

Ich bin schon jetzt überfordert!

6/15/2009

1, 2, DREI!


© Nouvelle Vague


Eine neue Freude: Das dritte Album von Nouvelle Vague ist heute erschienen. Und wenn es genauso gut ist, wie die letzen beiden Alben (2004 und 2006), dann kann man wahrlich sagen "[...] they take the songs that you adore and make you fall in love with them all over again."

In Deutschland müsst ihr euch noch bis Anfang Juli gedulden, aber reinhören und informieren können sich alle schon mal HIER.

Featuring
Depeche mode’s Martin Gore
Ian McCulloch of Echo And The Bunnymen
Terry Hall of the Specials and Funboy Three
Magazine’s “Parade” sung by Barry Adamso
What are you going to do with the rest of your life?

6/08/2009

CUT



Alles neu, alles anders:
neuen coupe schneiden lassen,
neue Schuhe gekauft,
neue Menschen getroffen,
neue Orte kennen gelernt,
neue Krankheiten ausprobiert,
neue alte Arbeit wieder angefangen,
neue Motivation hergezaubert.
Und irgendwie passiert doch jeden Tag etwas Neues!

Nur meine deutsche Telefonnummer habe ich immer noch nicht still gelegt, um mich auf meine neue französische zu konzentrieren - auch wenn das Telefon sehr sehr still ist.

Allô?

WE LOVED MUSIQUE







Es war perfekt! Die Nacht, die Musik, der Morgen, das noch warme pain au chocolat auf dem Heimweg ... und die Sonne ging auf.

Richie Hawtin
Magda
Barem


Einen kleinen Eindruck könnt ihr euch hier verschaffen.

6/01/2009

5/28/2009

WE LOVE MUSIQUE


Das Festival VILLETTE SONIQUE hat schon seit dem 27.5. begonnen und ich bin immer noch nicht informiert, was ich mir alles ansehen möchte. Gott sei Dank habe ich schon mein Ticket für die viel versprechende Reise from the body to the mind in der Tasche – denn: I LOVE MUSIQUE und I LOVE ART!


Die Agentur, die gute Musik kennt: We Love Art


...Wenn das nicht etwas zu viel Liebe auf einmal ist!

5/19/2009

Make The Girl Dance*

Kaum habe ich mal kurz Paris verlassen und mache meinen Computer in der guten braven Heimat an, stoße ich auf diesen neuen Clip "Baby Baby Baby" (siehe unten). Mmmhh...

Jetzt werde ich aber erst einmal das Hamburger Programm studieren. Nach der kurzen Akklimatisierung und Wiedersehfreuden mit Maman et Papa, Polly, Christin, gab es gestern schon ein romantisches Regen-Picknick unter einer Trauerweide auf den Alsterwiesen mit Denise. Andere wichtige Vorhaben: Haare kürzen lassen mit Sheila, die Ausstellungen Visual Leader 2009, Cecily Brown und Herbert Tobias in den Deichtorhallen, das traditionelle Kirschblütenfest am Freitag über der Alster, Erkundung der Lichtkunstinstallation aus Wassertanks "Kubik" an den Elbbrücken, ..., und der Besuch von Hamburger Einmaligkeiten mit meinem zu Besuch kommenden Mitbewohner.

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Deshalb: Los jetzt!

A propos Musik: Ich bin schon sehr gespannt auf das neue Album von Sébastien Schuller ("Evenfall", dispo 25. Mai), möchte mir unbedingt das neue Album "Harbour Boat Trips - 01: Copenhagen" von Trentemøller anhören und bin schon jetzt vom zweiten Streich aus der Reihe Live At Robert Johnson begeistert: Prins Thomas. Und dann noch: "Joy" von Scratch Massive, als zehnminütige Probe HIER.




* Make The Girl Dance

5/15/2009

Bravo!


Illu via Colette

Bevor es morgen früh um 7h30 (Abflug!) los nach Hamburg geht, habe ich heute natürlich noch fleißig Geschenke geshoppt. Bei Colette konnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mir auch noch die derzeitige Ausstellung von Soledad Bravi ansehen.
Die Pariser Illustratorin, deren Bilder allen französischen ELLE-Leserinnen nur zu gut bekannt sind, hat nun auch die Gestaltung mehrer Produkte übernommen. So werden bald bei Monoprix Kalender, Notizbücher oder Täschchen mit den Illustrationen von Soledad in den Regalen stehen, eine Buchreihe zeigt die Damen auf dem Cover und auch Pierre Hermé hat eine Serie von Geschenkboxen für seine Makronen von ihr gestalten lassen. Am liebsten hat man doch aber eines der Bilder von Soledad Bravi in Großformat bei sich in der Wohnung hängen! Ich könnte mich gar nicht entscheiden... aber natürlich gehört das Motiv "Je suis trop parfaite" (180 x 100 cm, 2009, 4000 Euro) zu meinen klaren Favoriten!



Colette zeigt noch bis zum 30. Mai die Illustrationen von Soledad Bravi in der Galerie. Zahlreiche Produkte sind in diesem Zeitraum auch in Vorpremiere bei Colette zu erhalten.
Wer Infos zu den Werken und den Preisen haben möchte, schreibe einfach an galerie@colette.fr

5/11/2009

Heimat


Aus Liebe zum Grün,
aus Liebe zur Luft,
aus Liebe zu den Kirschblüten,
aus Liebe zum Hafen,
aus Liebe zur Hausmannskost,
aus Liebe zur Zurückhaltung,
aus Liebe zur Familie,
aus Liebe zum Bekannten,
aus Liebe zu euch,
komme ich in die Heimat.

Wo sonst kann man ein so schön graues Bild machen als in Hamburg?

Die Reise geht am Sonnabend los und endet 10 Tage später.

♥

5/09/2009

Face-Hunting à Paris

Paris part 1 on Vimeo.


Manchmal veröffentlicht der Streetfotograf Yvan Rodic, auch als der Facehunter bekannt, kleine Filme, die dann auf seiner Website The Facehunter Show zusehen sind. Es geht um Mode, Gesichter, Blogs, Shows, Kunst, Momente.
Jetzt ist auch Paris part 1 online! Die Stadt der Liebe zur Mode...

Bon week-end. Auf dass die Musik euch trägt.

5/08/2009

V-E Day

V-E-Day steht als Abkürzung für "Victory in Europe Day" und bezeichnet das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8. Mai 1945.

In vielen europäischen Ländern, so wie auch in Frankreich, wird er als Tag des Sieges bzw. als Tag der Befreiung gefeiert und ist ein Nationalfeiertag. Aber auch in der Bundesrepublik Deutschland ist der 8. Mai als Gedenktag nicht mehr wegzudenken: Der 8. Mai steht für den Neuanfang, Befreiung von Krieg und NS-Dikatur.

(Detaillierte Informationen z.B. von der Bundeszentrale für politische Bildung)


Aujourd'hui, on fète la victoire des Alliés sur l'Allemagne nazie et la fin de la Seconde Guerre mondiale en Europe.

5/07/2009

Mitten durch's Herz.



Aus und vorbei?
Das Flèche d'or, einer der Orte in Paris, an dem man fast jeden Abend in der Woche (kostenlos) neue Bands entdecken konnte, hat am 30. April zu einer letzten Konzert- und Club-Nacht eingeladen.

Das Problem lag darin, dass sich das Flèche d'or in einem alten Bahnhof befindet, der natürlich nicht für Konzertzwecke ausgebaut wurde. Trotz viel Charme und Individualität des Ortes haben sich die Anwohner mehr und mehr beschwert - bis die Schließung oder wahlweise eine Renovierung angeordnet wurde. Der letzte mir bekannte Stand: Schließung aufgrund zu hoher Renovierungskosten.

Leider ist das nicht das erste mal, dass in Paris ein Club oder ein Kultur-Ort schließen muss, da die Mieten o.ä. zu hoch sind. Dort, wo es um die Musik geht, um eine kulturelle Bewegung, um Überzeugung und nicht das Geld und der Kommerz im Vordergrund stehen, fragt man sich bei jedem Besuch, ob es vielleicht der letzte war.

Auf der Suche unter dem Motto:

It's not over yet!


Musik von den Klaxons (Brodinski Remix)
via Fairtilizer

5/06/2009

Nº 5



Die Reise ins Chanel-Universum geht weiter. Nach dem ersten Film über die Jugend-Jahre von Gabrielle Chanel, wurde gestern der neue Spot für das berühmteste Parfum Chanel No 5 veröffentlicht und bald können wir die heimliche Liebesgeschichte zwischen Coco Chanel und Igor Stravinsky (weitere Infos z.B. in der BZ: hier) im Kino ansehen.

Das Gesicht im neuen Spot für den Chanel-Klassiker No 5 ist ebenfalls Audrey Tautou, die die Hauptrolle im derzeitigen Kinofilm "Coco avant Chanel" spielt. Die französische Schauspielerin verdrängt damit die bisherige Markenbotschafterin Nicole Kidman.
Der kurze Film "Train de Nuit" von Regisseur Jean-Pierre Jeunet zeigt das Schicksal eines Mannes und einer Frau, die sich in einem Nachtzug ineinander verlieben - verbunden durch den Duft Chanel No 5.

Wer sich für die lange Variante des Spots, Hintergründe zum Film oder die Geschichte des Parfums Chanel No 5 interessiert, kann sich dies alles HIER ansehen und anhören.
Neu ist, dass der Modekonzern für die Kampagne vorerst ausschließlich das Internet als Medium nutzt: der Film ist auf der Homepage von Chanel und den Websites Gala und MSN zu sehen, bevor er an Weihnachten auch im Kino und im deutschen TV gezeigt wird.

Ich persönlich bin (noch) nicht so recht überzeugt von diesem neuen Chanel-Bild, was an erster Stelle an den Schauspielern liegt... Zu jung? Zu fern? Zu ??
Meine Assoziationen zur No 5 sind nach wie vor: Zuhause und Maman.

4/29/2009

Die Küche des 21. Jahrhunderts



Von Luft und Liebe leben?
In Paris beschränkt man sich auf kalorienfreie Luft – und damit der Dame trotzdem nichts fehlt, schmeckt die Luft nach Schokolade.

Die neue gustative Sensation, die es ab heute, 29. April, im Pariser LaboShop zu kaufen gibt und dann auch auf Welttournee geht, heißt „Le Whif“ und ist ein Geschmacks-Inhalator. Entwickelt wurde der kleine Taschen-Inhalator, der sechs bis acht Genuss-Momente in sich trägt, von den Experten David Edwards und Thierry Marx – der eine der Laborinhaber, der andere Grand Chef im Relais & Château de Cordeillan-Bages in Pauillac, das mit zwei Sternen im Guide Michelin ausgezeichnet wurde.

Und so funktioniert das emotionale Erlebnis:
1. Den Whif zwischen die Lippen nehmen
2. Einatmen: Kakao-Mikropartikel strömen in den Mund und verteilen sich am Gaumen und auf der Zunge
3. Die vergängliche, intensiv schokoladige Explosion genießen


Nicht nur mir kann der Inhalator durchaus gefallen, wenn er hält was er verspricht. Auch meine derzeitigen Landsleute sind sehr kalorienbewusst: Laut einer Studie, die im April vom Institut national d’études démographiques (Ined)* veröffentlicht wurde, sind die Franzosen im Vergleich zu den europäischen Mitbürgern die „dünnsten“ – und zur gleichen Zeit die unzufriedensten mit ihrem Gewicht. Schätzen sich viel mehr Frauen in Spanien, Portugal und Großbritannien als schlank oder zu dünn ein, obwohl sie es gar nicht sind, halten sich die Französinnen verhältnismäßig öfter für zu dick.
In Europa liegt der durchschnittliche BMI Wert (Body Mass Index: Gewicht geteilt durch Größe im Quadrat) der Frauen bei 24,5 und bei den Männern sind es 25,5. In Frankreich sind die Werte 23,2 und 24,6. Stellt man dann noch die Briten daneben: Frauen 26,2 und Männer 26.

Frankreich ist das Land in Europa, in dem das Untergewicht** ein besonders hoher Wert zugemessen wird.
Mehr noch würden mich allerdings die Zahlen interessieren, die sich nur auf die Pariser Bevölkerung beziehen.

Also, Schluss mit Messer und Gabel und ran an den Geschmacks-Inhalator!


*Die Studie wurde von Thibaut de Saint Pol vom Laboratoire de sociologie quantitative de l'Insee und dem Observatoire sociologique du changement (Sciences Po) herausgegeben.

** Untergewicht beginnt bei einem BMI von 18,5, bei einem BMI zwischen 25 und 30 spricht man von Übergewicht und ab BMI 30 beginnt die Fettleibigkeit.

4/28/2009

Sinnvolle Kunst?


Muss ein Kunstwerk einen Sinn haben bzw. Sinn in einem gewissen Kontext ergeben?
Ein Aspekt, der schon zahlreiche Male Anlass einer Diskussion mit meinem Mitbewohner wurde.

Im gleichen Zuge haben wir darüber disputiert, ob Galerien mit der Angabe oder der Nicht-Angabe von gewissen Informationen zu einem Künstler die Interpretationsweise des Betrachters lenken wollen. Auf dieses Thema sind wir nach meinem Besuch der Daniel Templon Galerie gekommen, in der ich mir die Werke von Oda Jaune angesehen hatte. Durch mein Vorwissen über ihr Leben und das des Künstlers Jörg Immendorf, fand ich meine Sicht der Dinge bezüglich der Werke sehr naheliegend.
In der Galerie selbst wurde jedoch in keinem der Informationstexte die Ehe und gemeinsame Zeit der beiden Künstler erwähnt. Einerseits verständlich, da es hier um die Künstlerin Oda Jaune und nicht um ihren verstorbenen Ehemann und Professor ging, andererseits waren Hintergrundinformationen über ihr Leben für mich in diesem Fall wichtig.

Ich weiß es nicht. Braucht man Informationen, um ein Kunstwerk "verstehen" zu können? Muss Kunst Sinn machen?

Vielleicht komme ich heute Abend zu mehr Klarheit oder zumindest sinnvollen Denkanstößen, nachdem ich mir die Diskussion zu diesem Thema im Grand Palais angehört habe (siehe Einladung oben).

4/22/2009

Vanité Nº 13





Gestern hat wieder einmal die Kunst einen öffentlichen Ort inmitten der Großstadt verzaubert. Einen Abend lang war das Rathaus des 10. Arrondissements kein Ort des Rechts mehr, sondern eine große Manege, in der mehr als 10 Künstler zur gleichen Zeit eine farben-, klang- und bewegungsfrohe Performance gezeigt haben: "Vanité Nº13, Munificence", ein Spiel mit der Einbildung.

Die Performance/Installation wurde vom Plastiker Luis Pasina entwickelt und in Zusammenarbeit mit Ton- und Videokünstlern sowie Tänzern einmalig aufgeführt. Die reine Installation ist noch bis zum 15. Mai im Rathaus zu sehen. Luis Pastina leitet das in Paris einzigartige Kulturzentrum Théâtre de verre, das für seine Latino-Tanzabende und alternativen Konzerte bekannt ist (und in dem ich mich demnächst dank meines argentinischen Mitbewohners zu einem Tangokurs trauen werde?).

Ich fand die Bespielung schön und noch schöner, da dieses Rathaus eines meiner Lieblingsbauten in Paris ist und es schon allein eine gewisse Magie ausstrahlt...


Vanité n°13, Munificence est une installation/performance plastique, visuelle et sonore dirigée et conçue par le plasticien Luis Pasina.
Cette œuvre sur le thème des vanités a orné hier soir le hall de la mairie du Xème arrondissement de Paris. L’installation/exposition se tiendra encore jusqu'au 15 mai.

4/20/2009

Coco vor CHANEL



Coco Chanel, geboren 1883, ist eine Heldin der Frauenbewegung, der Archetyp einer Frau, die sich aus eigener Kraft durch Talent, Intuition und geschicktes Networking eine glänzende Karriere aufbaute. Fast vierzig Jahre nach ihrem Tod wirkt sie so radikal und modern wie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Sie schaffte es als erste Frau an die Spitze der Modebranche, befreite das weibliche Geschlecht von der eingeschnürten Taille, ersetzte die überladenen Kopfbedeckungen ihrer Epoche durch schlichte Strohhüte und führte ein wildes Privatleben. Chanel war frei, unabhängig und mutig. Sie kam aus dem Nichts und starb als Ikone. [...]

Was ist das Geheimnis dieser Frau? Wie schaffte sie es nach oben, wer prägte sie? Die Regisseurin Anne Fontaine hat Antworten auf diese Fragen gesucht. Ihr Film Coco avant Chanel mit Audrey Tautou, der in Frankreich jetzt (und in Deutschland im Sommer) ins Kino kommt, widmet sich den unbekannten Entwicklungsjahren von Gabrielle "Coco" Chanel: ihrer armseligen Kindheit und den Jahren zwischen 20 und 30. (weiterlesen in der ZEITonline)

...Ich freue mich schon sehr auf diesem Film!

4/15/2009

Birthday Party




Ich werde also positive Emotionen dank Musik ausschütten anstatt Steine zu werfen...

Herzlichen Glückwunsch Smallville!

...Erst muss ich allerdings gesund werden. Ich eifere zur Zeit meinem doppelten Lottchen nach und kämpfe gegen kranke Nieren.
Où es-tu? Tu me manques!